Energie in Bürgerhand « Klima der Gerechtigkeit

Energie in Bürgerhand

7. Juli 2009,

Konzerne zerschlagen – so eine Parole hört man sonst gewöhnlich von der radikalen Linken. Wer sie jetzt umsetzt, ist die EU Kommission. Die hat befunden, dass der deutsche Strommarkt viel zu stark konzentriert ist, und dass die vier großen Energieversorger viel zu viel Marktmacht haben. Jetzt wird E.ON dazu verdonnert, einen Teil seines Kerngeschäfts zu veräußern. Der Energieriese muss sich einiger Federn entledigen und wird seine Tochter Thüga verkaufen.

Das wichtige daran ist nicht, dass es als diskursiver Sieg der Linken gefeiert werden könnte. Viel wichtiger ist, dass dies eine große Chance zur Re-Demokratisierung der Energiewirtschaft in Deutschland bietet. Und diese Chance wurde auch sogleich ergriffen. Einige Freiburger Engagierte haben die Initiative “Energie in Bürgerhand” gegründet und möchten die Thüga kaufen. Und sie dann zum ersten ökologischen und sozialverträglichen Energiekonzern in Deutschland umbauen!

Allein, es fehlt das nötige Kleingeld. Daher der Aufruf an alle kritischen Bürgerinnen und Bürger, mitzumachen. Du, Sie, wir alle können Teil der Initiative werden und ein Stück Thüga erwerben. “Schon mit 500 Euro”, so wirbt die Initiative, ” werden Sie Miteigentümer von 90 Stadtwerken mit 7,5 Millionen Kunden.” Und das geht ganz einfach: Den Vertrag runterladen, ausfüllen, abschicken, Geld einzahlen. Noch nie war es so einfach, Konzerne zu zerschlagen… Und dabei noch das Klima zu schützen!

Weitere Artikel

1 Kommentar

  1. Ich bin dabei :-) Auch wenn ich noch skeptisch bin, ob der Anteil groß genug wird, dass man wirklich etwas mitzureden hat. Aber irgendwer muss ja mal anfangen!

Hinterlasse eine Antwort

Das Blog von

Lili FuhrLili Fuhr
Lili Fuhr arbeitet zu Klima- und Ressourcenfragen. Sie hat zwei Töchter und lebt in Berlin.
Arne JungjohannArne Jungjohann
Arne Jungjohann beschäftigt sich mit Klima- und Energiepolitik. Zur Zeit lebt der gebürtige Hannoveraner in Washington.
Georg KoesslerGeorg Koessler
Georg Kössler schreibt über Klima- und Energiepolitik. Er lebt in in Berlin-Neukölln und hat kein Auto.

Dossier & Veranstaltungen

Sehenswert

Letzte Kommentare

  • Bernhard: Aufruf anlässlich des Club of Rome Berichts “2052″ Menschenrechte, Demokratie und...
  • HL: Zum Umstand, dass UNEP und die Weltbank ihre Konzepte mit der uralten Hardinschen Tragedy of the Commons...
  • M.E.: Wenn man eine Wirtschaft und Gesellschaft etablieren wollte, die langfristig ressourcenpolitisch,...
  • M.E.: Übrigens: dass der Klimawandel das längerfristig absolut überragende Problem der Zukunft sein wird, ist hier...
  • M.E.: Ja, Georg, welche Zukunft wir wollen… Bestimmt nicht eine, die geprägt ist von einer Vielzahl von Fakten,...

English Version

Kategorien

Unterstützt von der