Shale gas zum Tanzen: What the FRACK is going on? « Klima der Gerechtigkeit

Shale gas zum Tanzen: What the FRACK is going on?

13. Mai 2011, von

Neue Studien kommen zum Ergebnis, dass die Gasbohrungen in den USA noch umwelt- und klimaschädlicher sind als ohnehin bislang angenommen. Bei uns gibt’s das passende Video dazu.

Wir haben auf Klima der Gerechtigkeit diskutiert, ob Schiefergas ein Ausweg aus der fossilen Falle bzw. eine Brücke ins Zeitalter der erneuerbaren Energien sein kann.

Gerade nach der Durchsicht dieser neuen Studien wächst die Skepsis. Zum einen stellt eine Studie der Cornell-Universität (Ithaca, USA) unkonventionellem Erdgas eine miserable CO2-Bilanz aus. Die Klimabilanz soll abhängig von der Technik gar schlechter sein als die eines Kohlekraftwerks.

Eine weitere Studie der Duke-University (Durham, USA) hat drastisch erhöhte Methan-Werte in Fracking-Regionen der US-Bundesstaaten Pennsylvania und New York gemessen. Wenn Gasbohrungen das Grundwasser explosiv machen, ist das selbst dem Spiegel eine Story wert.

Alles in allem nicht gut, was wir da hören. Wir brauchen mehr Aufklärung. Nur wie erklär ich’s meinen Freunden, die sich sonst wenig um Energiepolitik scheren? Vergesst die BRAVO. Hier kommt die Abhilfe. Wir präsentieren die tanzbarste Erklärung, seit es shale gas gibt:

YouTube Preview Image

Allen, die beim Thema auf dem Laufenden bleiben wollen, empfehle ich sich auf die jeweiligen Newsletter von Oliver Krischer (Bundestag) und Wibke Brems (Landtag NRW) setzen zu lassen. Da gibt’s regelmäßig aktuelle News, was in den USA und Europa so passiert.

Foto Feuer auf der Tanzfläche von Mittnick.nl unter Creative Commons.

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2 Kommentare

  1. Tja, so sind wir Menschen. Kleben auf jeden fossilen Energieträger ein Etikett mit einer Emissionsmenge pro KWh und bezeichnen Gas dann auch noch als “klimafreundlich” oder “umweltfreundlich”, weil ja angeblich weniger CO2 pro KWh emittiert wird. Also je mehr Gas verbrannt wird, desto klimafreundlicher ist man. Das Klima und die Umwelt können sich vor so viel Freundlichkeit kaum einkriegen.
    Und wir tun so, als wären die resultierenden Gesamtemissionen bei jedem der 3 fossilen Energieträger immer gleich. Egal, ob Kohle aus Australien um die halbe Welt geschippert wird oder an Ort und Stelle verbraucht wird, egal, ob man leichtes konventionelles Öl oder Öl aus Teersand verbrennt, und egal ob man Gas aus konventioneller oder unkonventioneller Förderung in Energie umwandelt.
    Dabei gibt es bei jedem Energieträger erhebliche Unterschiede. Je schwerer die Ölsorte und je aufwändiger die Förderung, desto höher die Emissionen pro KWh.
    Und da bei Öl und Gas sich der Fördermix ständig weiter in Richtung unkonventionell verschiebt und das Verhältnis von Energieinput zu Energieoutput durchschnittlich ungünstiger wird, werden auch die Emissionen pro Mengeneinheit oder KWh immer höher. Und zwar in nicht unbeträchtlichem Maße.
    So belügen wir uns ständig weiter und bezeichnen Energieträger als “klimafreundlich”, die das ganze Gegenteil davon sind.
    Bloß nicht die Wahrheit zur Kenntnis nehmen. Das könnte zu der Schlussfolgerung führen, dass wir unseren Lebensstil ganz prinzipiell ändern müssten.
    Verschaffen wir uns mit Wortgeklingel a la “green”, “öko” und “low emission” lieber ein gutes Gefühl, bevor uns die Realität unsanft auf unseren Selbstbetrug aufmerksam macht.

  2. Eine unerträgliche Ignoranz, die so viele Menschen an den Tag legen. Die Risiken so groß und unkontrollierbar, steht die Befriedigung der Gier der Menschen mal wieder an erster Stelle. Die bittere Einsicht der Fehler und das schlechte Gewissen wird sich erst hinterher breit machen, wenn die Schäden irreparabel sind. Dann werden die kleinen Leute leiden, weil sie höchstwahrscheinlich kein sauberes Trinkwasser mehr haben und ihre Umgebung zerstört ist und die Menschen, die mit dieser Sache Gewinn gemacht haben, ziehen sich an sichere und saubere Gebiete der Erde zurück und trinken ihr Wasser aus sauberen Quellen. Bei so einer Sache haben die Bürger ja auch offenbar recht wenig Mitspracherecht. Unbegreiflich. Die Gier des Menschen ist des Menschen größter Feind.
    Beste Grüße aus Bremen sendet die Bremer Energieberatung enerpremium

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Autorin

Lili FuhrLili Fuhr
Lili Fuhr arbeitet zu Klima- und Ressourcenfragen. Sie hat zwei Töchter und lebt in Berlin.

Deutsche Klimafinanzierung

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Fleischatlas 2014

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