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	<title>Klima der Gerechtigkeit &#187; Georg Koessler</title>
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	<description>Klima der Gerechtigkeit</description>
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		<title>Club of Rome mit neuem Bericht: &#8220;2052&#8243;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 10:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[club of rome]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem wegweisendem Report &#8220;Limits of Growth&#8221; des Club of Rome vor genau 40 Jahren erscheint nun mit &#8220;2052: A Global Forecast for the Next Forty Years&#8221; ein neuer Bericht der internationalen &#8220;Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik aus allen Regionen unserer Erde&#8221; (Selbstdarstellung des Club of Rome). Der Zukunftsforscher Jorgen Randers sammelte dafür Beiträge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://www.clubofrome.at/news/sup2012/dl-04-rotterdam.pdf"><img src="http://www.clubofrome.at/news/sup2012/img-04-randers.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Der neue Bericht des Club of Rome.</p></div>
<p>Nach dem wegweisendem Report &#8220;Limits of Growth&#8221; des Club of Rome vor genau 40 Jahren erscheint nun mit &#8220;<strong><a href="http://www.clubofrome.org/?p=4211">2052: A Global Forecast for the Next Forty Years</a></strong>&#8221; ein <a href="http://www.focus.de/wissen/diverses/club-of-rome-experten-bericht-klimawandel-wird-sich-dramatisch-verstaerken_aid_749049.html">neuer Bericht</a> der internationalen &#8220;Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik aus allen Regionen unserer Erde&#8221; (<a href="http://www.clubofrome.de/">Selbstdarstellun</a>g des Club of Rome).</p>
<p>Der Zukunftsforscher Jorgen Randers sammelte dafür Beiträge führender Wissenschaftler, Ökonomen und Zukunftsforscher verschiedener Fachbereiche. Der Bericht prüft dabei, inwiefern die bestehenden Visionen einer besseren, nachhaltigen Welt rechtzeitig umgesetzt werden können. Ist der Klimawandel noch zu bremsen? Wie kann der Bevölkerungsanstieg kompensiert werden? Welche Staaten werden Gewinner, welche Verlierer sein? Wie steht es um den derzeitigen Glauben in das alte Wachstumsmodell und wie wird China sich weiter verändern und verhalten? Mit verschiedenen Modellarten werden hier mögliche Zukunftsszenarien entworfen. U.a. kommt Randers zum Schluss, dass die Menschheit zu langsam reagiert, China die USA ablösen wird, auch in 2052 noch 3 Mrd. Menschen arm sein werden und das Wirtschaftswachstum weniger stark sein wird als bisher gedacht. Deshalb müssen alle langfristiger denken. Neben diesen &#8220;Neuigkeiten&#8221; wird auch ein ziemlich genauer Temperaturanstieg von +2,8°C bis 2080 vorhergesagt. (Wird der IPCC jetzt arbeitslos?)</p>
<p>Das erinnert stark an den Bestseller von 1972, doch damals schaffte es dieser &#8220;nur&#8221;, <a href="http://www.boell.de/wirtschaftsoziales/wirtschaft/wirtschaft-debatte-zu-wachstum-wachsen-mit-der-natur-12792.html">Aufmerksamkeit auf die Grenzen des Wachstums zu lenken</a> &#8211; nicht das Handeln zu verändern. Generell halte ich den Einfluss von solchen Berichten für sehr begrenzt: sie öffnen die Augen, aber nicht die <a href="http://www.boell.de/publikationen/publikationen-mentale-infrastrukturen-schriften-oekologie-11871.html">Seelen</a>. Was ist also das Novum an diesem Buch? Welcher neue Blickwinkel wird uns verraten oder wo liegt die neue schlechte Nachricht? Haben wir nicht schon so viele schlechte (und auch gute) Nachrichten im Zusammenhang mit Klima und Nachhaltigkeit in den letzten Jahren bekommen, dass einfach alles neue auf taube, zynische Ohren treffen muss? Ist das Zeitalter der großen Erzählungen nicht vorbei? Haben die Modelle der Zukunftsforscher sich nicht das ein ums andere Mal als falsch oder nur bedingt Visionär entpuppt? Sollten wir nicht, statt auf Zukunftsmodelle zu warten, fragen, <a href="http://www.boell.de/oekologie/oekologie-rio-plus-20-welche-zukunft-wollen-wir-14169.html">welche Zukunft wir wollen?</a></p>
<p><em>Bitte schreibt mir hier, wenn ihr einen Blick in das Buch geworfen habt und das ganze evtl. etwas enthusiastischer seht als ich.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Bald Millionen für Geo-Engineering dank &#8220;Virgin Earth Challenge&#8221;?</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/06/virgina-earth-challenge-goes-geo-engineering/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 21:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[CCS]]></category>
		<category><![CDATA[david keith]]></category>
		<category><![CDATA[Geo-Engineering]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 9. Februar 2007 hat der Milliardär Richard Branson zusammen mit Al Gor die &#8220;Virgin Earth Challenge&#8221; ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem 25 Millionen US-Dollar an den- oder diejenige gehen, welche es schafft, in großem Stile und wirtschaftlich CO2 aus der Atmosphäre wieder heraus zu holen. Hintergrund ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.virgin.com/subsites/virginearth/"><img class="alignleft  wp-image-9523" style="margin-top: 1px;margin-bottom: 1px;margin-left: 5px;margin-right: 5px;border-width: 1px;border-color: black;border-style: solid" src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/05/Bild-2-236x300.png" alt="" width="113" height="144" /></a>Am 9. Februar 2007 hat der Milliardär <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2007/10/16/oko-innovation-ohne-grenzen/">Richard Branson</a> zusammen mit Al Gor die &#8220;<a href="http://www.virgin.com/subsites/virginearth/">Virgin Earth Challenge</a>&#8221; ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem 25 Millionen US-Dollar an den- oder diejenige gehen, welche es schafft, in großem Stile und wirtschaftlich CO2 aus der Atmosphäre wieder heraus zu holen. Hintergrund ist die steigende Unsicherheit, ob wir nicht vielleicht schon zu spät sind mit dem Klimaschutz und ihn nicht nur stoppen, sondern umkehren müssen.</p>
<blockquote><p>&#8220;The Virgin Earth Challenge is US$25 million for whoever can demonstrate to the judges&#8217; satisfaction a commercially viable design which results in the net removal of anthropogenic, atmospheric greenhouse gases so as to contribute materially to the stability of the Earth&#8217;s climate system.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Juroren dieses Wettbewerbes sind neben Branson und Gore selbst so einflussreiche Personen wie der NASA-Experte James Hansen (&#8220;Entdecker&#8221; des Klimawandels in den 1980ern) oder James Lovelock (Erfinder der Gaia-Theorie, Entdecker der gefährlichen FCKW-Gase aber auch Atomenergiefan). Nun wurden aus &gt;10.000 Projekten 11 in die engere Auswahl genommen &#8211; darunter auch <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/tag/geo-engineering/">Geo-Engineering</a> Projekte. Hier eine kurze Übersicht der Weltrettungspläne:</p>
<p><span id="more-9480"></span></p>
<ul>
<li><strong>Biochar</strong> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenkohle">Pflanzenkohle</a>): Durch Pyrolyse wird aus Biomasse Biochar gewonnen, welche dann vergraben wird. Dies bedarf aber selbst Energie und einer großen Industrie sowie Fläche. Hier gibt es Modelle von <a href="http://www.biocharsolutions.com/">Biocharsolutions</a>, <a href="http://fullcirclebiochar.com/">Full Circle Biochar</a> und <a href="http://www.blackcarbon.dk/">Black Carbon</a>. Obwohl es ein Puzzlestein Im Klimaquiz sein könnte, ist die Wirtschaftlichkeit nur bei einem funktionierenden CO2-Markt gegeben. Es ist unklar, ob Biochar als Geo-Engineering gesehen werden kann.</li>
<li><strong>BECCS</strong> (Bioenergie mit CCS): Anstatt an herkömmlichen fossilen Kraftwerken wird die Technologie der CO2-Abscheidung und Speicherung an Biomasse-Kraftwerken angewandt. Dabei wird durch diese der Atmosphäre ebenfalls effektiv CO2 entzogen, es ergeben sich aber immer noch Speicherprobleme. Hier ist die Firma <a href="http://biorecro.com/">Biorecro</a> nominiert. CCS könnte ebenfalls für einige Staaten Teil der Klimastrategie werden, ist aber als BECCS nur in einem funktionierenden CO2-Markt wirktschaftlich. Es ist unklar, ob BECCS als Geo-Engineering gesehen werden kann.</li>
<li><strong>Air Capture</strong>: Dabei wird CO2 direkt aus der Luft abgeschieden und wie bei CCS gespeichert (mit den gleichen Problemen). Nominiert sind die Firmen <a href="http://www.carbonengineering.com/">Carbon Engineering</a> (des bekannten Geo-Engineering Fürsprecher <a href="http://www.ted.com/talks/david_keith_s_surprising_ideas_on_climate_change.html">David Keith</a>), <a href="http://www.climeworks.com/">Climeworks</a>, <a href="http://coaway.com/">COAWAY LLC</a>, <a href="http://globalthermostat.com/">Global Thermostat</a> und <a href="http://www.kilimanjaroenergy.com/">Kilimanjaro Energy</a>. Air Capture wird als eine der klassischen Geo-Engineering Strategien gesehen, ist derzeit aber noch fern jeder Wirtschaftlichkeit.</li>
<li><strong>Enhanced Weathering</strong> (Beschleinigte Verwitterung): Die Firma <a href="http://smartstones.nl/index.php/en/">Smart Stones</a> will mit dem basischen Mineralgestein Olivin CO2 aus der Atomosphäre chemisch heraus holen, um es dann in Böden einzubringen. Dafür müsste aber serh viel Olivin gefördert werden. Smart Stones möchte aus diesem Geo-Engineering Ansatz auch ein CDM-Projekt machen.</li>
<li><strong>Land Management</strong> beschäftigt sich v.a. mit Änderungen in der Landwirtschaft. Das <a href="http://www.savoryinstitute.com/">Savory Institut</a> geht hier auf verschiedene Art um Land  zu schützen und (zurück) umzuwandeln. Kein Geo-Engineering.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Biodiversitätskonvention definiert Geo-Engineering</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 12:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[CBD]]></category>
		<category><![CDATA[Geo-Engineering]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 30. April bis 5. Mai 2012 trifft sich im kanadischen Montreal die technische Arbeitsgruppe der UN Biodiversitätskonvention CBD (Mitglied sind fast alle Staaten der Welt, außer die USA und der Südsudan). Hierfür legte das Sekretariat nun einen Entwurf über eine Resolution zum Thema Geo-Engineering vor. Ich bin noch nicht ganz durch das Dokument gekommen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cbd.int/"><img class="alignleft" style="border-width: 5px;border-color: white;border-style: solid" src="http://www.cbd.int/styles/ui/templates/cbd2011/images/logo-cbd-text-en.gif" alt="" width="148" height="65" /></a>Vom 30. April bis 5. Mai 2012 trifft sich im kanadischen Montreal die technische Arbeitsgruppe der UN Biodiversitätskonvention <a href="http://www.cbd.int/">CBD</a> (Mitglied sind fast alle Staaten der Welt, außer die USA und der Südsudan). Hierfür legte das Sekretariat nun einen <a href="http://www.cbd.int/doc/meetings/sbstta/sbstta-16/information/sbstta-16-inf-29-en.pdf">Entwurf über eine Resolution zum Thema Geo-Engineering</a> vor. Ich bin noch nicht ganz durch das Dokument gekommen, aber finde es schon beachtlich, wie die CBD wieder voran geht. So gab es in <a href="http://www.cbd.int/abs/">Nagoya 2010</a> bereits ein <a href="http://www.etcgroup.org/en/node/5227">de facto Moratorium</a> für Geo-Engineering, welches aber noch offen für CCS-ähnliche Techniken gehalten wurde (also für all jene Konzepte, welche CO2 in global relevantem Maßstab abscheiden und irgendwo speichern wollen). Mit der nun vorliegenden und hoffentlich auf der CBD zu Jahresende dann beschlossenen Definition würde sich das Moratorium auch auf diese Technologien ausdehnen.</p>
<blockquote><p>Climate-related Geoengineering: a deliberate intervention in the planetary environment of a nature and scale intended to counteract anthropogenic climate change and/or its impacts through, inter alia, solar radiation management or removing greenhouse gases from the atmosphere.</p></blockquote>
<p>Weitere Kernbotschaften sind wie folgt:</p>
<ul>
<li>Es gibt keine endgültige Weisheit bei der Definition von Geo-Engineering.</li>
<li>Es bedarf zu allererst globaler, transparenter und effektiver Kontrollen und Regularien für Geo-Engineering Konzepte mit potenziell grenzüberschreitenden Auswirkungen.</li>
<li>Jeder Staat ist selbst gefragt darauf Acht zu geben, dass sein Handeln keine negativen Umwelteffekte auf andere Staaten hat.</li>
<li>Es existieren bereits eine Vielzahl internationaler Abkommen und Konventionen, welche für die meisten Technologien relevant sind.</li>
<li>Das Vorsorgeprinzip ist relevant aber rechtlich noch nicht klar definiert.</li>
<li>Kleine, kontrollierte, wissenschaftlich gerechtfertigte Experimente sind nach vorhergehender Umweltauswirkungsprüfung zulässig.</li>
</ul>
<p>Doch erstmal müssen sich die Fachleute einigen, dann muss es im Oktober in Hyderbad von den Vertragsstaaten beschlossen werden. Dort steht das Thema aber noch nicht einmal auf der <a href="http://www.cbd.int/doc/?meeting=MOP-06">Tagesordnung</a>.</p>
<div></div>
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		</item>
		<item>
		<title>SurVivArt &#8211; Kunst für das Recht auf ein Gutes Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 11:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Sonntag eröffnete unser Klimareferat feierlich die Ausstellung &#8220;SurVivArt&#8221; im Berliner Pfefferwerk. Im Beisein alle zehn Künstler/innen sprachen Barbara Unmüßig (Vorstand, Böll-Stiftung), Jaana Prüss (Zur Nachahmung Empfohlen) und Valia Carvalho (Kuratorin) vor über 200 Gästen und luden zu einem Gedankenexperiment ein: Was bedeutet &#8220;Gutes Leben&#8221; im Zusammenhang von Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie? Seit heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/02/SurVivArt_small.gif"><img class="alignright size-full wp-image-9327" src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/02/SurVivArt_small.gif" alt="" width="249" height="91" /></a>Am vergangenen Sonntag eröffnete unser Klimareferat feierlich die Ausstellung &#8220;<a href="http://www.survivart.org">SurVivArt</a>&#8221; im Berliner Pfefferwerk. Im Beisein alle zehn Künstler/innen sprachen Barbara Unmüßig (Vorstand, Böll-Stiftung), Jaana Prüss (<a href="www.z-n-e.info/">Zur Nachahmung Empfohlen</a>) und Valia Carvalho (Kuratorin) vor über 200 Gästen und luden zu einem Gedankenexperiment ein: Was bedeutet &#8220;Gutes Leben&#8221; im Zusammenhang von Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie?</p>
<p>Seit heute ist die Ausstellung bis zum 24. Februar in den benachbarten Galerien Mikael Andersen und Meinblau zu sehen; der Eintritt ist frei. Wir möchten alle Leser/innen von &#8220;Klima der Gerechtigkeit&#8221; herzlich zu diesem wunderbaren Erlebnis einladen. Die Arbeiten erzählen von der Suche nach dem „guten Leben“, nach Balance, Glück und Zufriedenheit, von einem verantwortlichen und zugleich kreativen und spielerischen Umgang mit Ressourcen und neuen Formen des Konsums.</p>
<blockquote><p><strong>Ausstellung SurVivArt</strong><br />
Ausstellungsorte: Galerien Mikael Andersen und Meinblau, Pfefferberg, Christinenstraße 18/19, 10119 Berlin<br />
Dauer: 7. &#8211; 24. Februar 2012<span id="more-9322"></span><br />
Künstler: Kebreab Demeke, Robel Temesgen, Alafuro Sikoki, Segun Adefila, Adebimpe Adebambo, Oeur Sokuntevy, Neak Sophal, Tith Kanitha, Nino Sarabutra, Phyoe Kyi<br />
Kuratorin: Valia Carvalho<br />
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.<br />
<a href="http://www.survivart.org/">www.survivart.org</a></p>
<p>Für das Kunstprojekt SurVivArt hat die Heinrich-Böll-Stiftung Künstlerinnen und Künstler aus Äthiopien, Kambodscha, dem Libanon, Burma, Nigeria und Thailand eingeladen, im eigenen Umfeld durch künstlerische Produktion und Kommunikation über das „gute Leben“ zu reflektieren. Ab dem 7. Februar 2012 sind ihre Arbeiten in einer Ausstellung in Berlin zu sehen. Die Präsentation findet parallel zu der Konferenz „radius of art“ statt. Über 70 Kulturschaffende aus aller Welt diskutieren am 8. und 9. Februar neue Formate einer &#8220;Kunst des Öffentlichen&#8221;, die Wirkung von Kunst und Kultur auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse, Kulturen der Nachhaltigkeit sowie die Zukunft der internationalen Kulturförderung.</p></blockquote>
<p>Die Heinrich-Böll-Stiftung widmet sich der Frage von Kunst, Ästhetik, mentalem Wandel und Kultur aber auch noch mit weiteren Projekten. Derzeit läuft eine große Konferenz unter dem Namen &#8220;<a href="http://www.radius-of-art.de/conference/index-e.php">Radius of Art</a>&#8221; bei uns im Haus.</p>
<div id="attachment_9323" class="wp-caption aligncenter" style="width: 371px"><a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/02/407955_10150501024720808_725005807_8929035_87120522_n.jpg"><img class="size-full wp-image-9323  " src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/02/407955_10150501024720808_725005807_8929035_87120522_n.jpg" alt="&quot;Are you happy&quot; fragt Nino Sarabutra mit ihrem Kunstwerk (Foto: NinoS)" width="361" height="446" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Are you happy&quot; fragt Nino Sarabutra mit ihrem Kunstwerk (Foto: NinoS)</p></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Klimawandelskeptiker im Windschatten der Sonne</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/02/06/klimawandelskeptiker-vahrenholt-kaltesonne/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 18:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaskeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollen wir uns in diesem Blog nicht mit den Leugner/innen und Skeptiker/innen des wissenschaftlichen Konsenses über den vom Menschen verantworteten Klimawandel beschäftigen. Ohne also in eine inhaltliche Erwiderung einzusteigen &#8211; dafür gibt es bessere Akteure und Foren - möchte ich dennoch auf einen aktuellen Fall von Diskurspolitik seitens etablierter Medien eingehen. Der RWE-Manager Fritz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollen wir uns in diesem Blog nicht mit den Leugner/innen und Skeptiker/innen des wissenschaftlichen Konsenses über den vom Menschen verantworteten Klimawandel beschäftigen. Ohne also in eine inhaltliche Erwiderung einzusteigen &#8211; dafür gibt es bessere <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge">Akteure </a>und <a href="http://www.klimafakten.de/">Foren </a>- möchte ich dennoch auf einen aktuellen Fall von Diskurspolitik seitens etablierter Medien eingehen. Der RWE-Manager Fritz Vahrenholt (zuvor war er u.a. bei Shell und Hamburger Umweltsenator für die SPD) hat mit seinem bei <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/wulff-nach-maschmeyer-zahlung-unter-druck-verlage-halten-buch-deal-fuer-fragwuerdig-1.1239760">H&amp;C </a>erschienenen Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Die-kalte-Sonne-Klimakatastrophe-stattfindet/dp/3455502504">Die Kalte Sonne</a> &#8211; Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet&#8221; einen Coup gelandet, weil er die etablierte Behauptung der Klimawandelskeptiker/-leugner, die globale Erwärmung ist auf die Aktivität der Sonne zurück zu führen, sich zu eigen machte. Er hat zudem seine Kontakte spielen lassen und prominente (Springer-)Medien machen nun mit. <span id="more-9313"></span>Das Klimawandelleugner-Institut <a href="http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/die-kalte-sonne-interview-mit-f-vahrenholt-auf-der-iv-ikek-muenchen/">EIKE feiert das Buch </a>natürlich genauso, wie die ultrakonservative und radikale &#8220;Achse des Guten&#8221; (den Link erspar ich unseren Leser/innen). Auch <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13848715/Klimadebattenwandel.html">WELT Online </a>fühlte sich zu einem unschönen Kommentar verpflichtet und kritisierte zugleich den Umgang mit Vahrenholt:</p>
<blockquote><p>Es ist &#8220;einiges geschehen. Oder besser gesagt: Es ist nicht geschehen. Es ist nämlich nicht wärmer geworden &#8211; die Welttemperatur stagniert seit nun weit über zehn Jahren, 2011 eingeschlossen. (&#8230;) Als die Universität Osnabrück erfuhr, Vahrenholt wolle bei einem verabredeten Vortrag über das Thema seines neuen Buches sprechen, wurde der kurzerhand abgesagt. Begründung: Es bedürfe der &#8220;Gegenrede&#8221; eines Klimaforschers. Nur sei gerade keiner aufzutreiben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein Kommentar eines Klimawissenschaftlers in der richtigen (eigenen) Tonlage hatte man aber offensichtlich nicht gerade auftreiben können. Anders die <a href="http://www.pnn.de/campus/620373/">PNN</a>, hier durfte das von Vahrenholt auch angegriffene PIK kurz kontern: &#8220;Der <em>mögliche</em> Rückgang der Sonnenaktivität bis 2100 führe nur zu einem Absinken der durchschnittlichen globalen Temperaturen um 0,08 Grad Celsius&#8221; (kursiv von mir). Der <a href="http://www.klima-luegendetektor.de/">Klimalügendetektor</a> ließ sich auch zu einem beißenden Kommentar hinreißen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn bei Ihrem Kind eine Herzerkrankung diagnostiziert wurde und praktisch alle befragten Kardiologen dringend zu einer Operation raten – würden Sie da auf einen Zahnarzt hören, der von ganz anderen Ursachen der Erkrankung erzählt?&#8221;<!--more--></p></blockquote>
<p>Leider ist dieser Schund nun überall zu kaufen. Amazon schreibt: &#8221; In großer Anschaulichkeit zeigen zwei Experten die weitreichenden Kon se quenzen für unser Klima auf. &#8221; Die Anschaulichkeit der &#8220;Experten&#8221; (klar, wer bei einem Energiekonzern Geld verdient hat automatisch Ahnung vom Klimawandel) bezieht sich vor allem auf ihre Distanz zur komplexeren Klimawissenschaft. Natürlich ist es in einer freien und offenen Gesellschaft, wie die bundesrepublikanische sie sein möchte, ein hohes Gut, dass (fast) alles publiziert werden kann. Darüber würde ich mich auch nicht aufregen. Aber die teilweise naive Art der Medien, dieses Buch zu rezipieren, ist für konsequenten Klimaschutz, eine Große Transformation unserer Gesellschaft und folglich der Rettung von Millionen Menschen vor einem ungebremsten Klimawandel, einfach nur hinderlich.</p>
<p>Und was bezweckt Vahrenholt mit seinem Buch wirklich? Ein Blick auf den Strommix (und die Investitionsstrategie) seines Arbeitgebers verrät mehr:</p>
<blockquote><p>So meint Hermann Albers, der Präsident des Bundesverbands Windenergie, dass der RWE-Manager »versucht, den Prozess der Energiewende deutlich abzubremsen, um so Marktanteile für den Monopolisten RWE zu erhalten« (in: <a href="http://www.zeit.de/2012/05/RWE-Vahrenholt/seite-2">ZEIT ONLINE</a>)</p></blockquote>
<p>Dabei hat Vahenholt noch kürzlich mehr EEG-Gelder und eine schnellere Energiewende gefordert (<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,804166,00.html">hier</a>). Dabei ging es aber um Offshore-Windkraft (RWE investiert hier) und nicht Solarenergie (die <a href="http://www.ee-news.ch/de/solar/article/23772/agentur-zukunft-rwe-chef-schlaegt-auf-photovoltaik-ein">mag RWE garnicht</a>).</p>
<p>Es scheint sich hier auch wieder der Graben innerhalb unserer Medienlandschaft aufzutun. Auf der einen Seite Springer/SPIEGEL, dem gegenüber weitestgehend der Rest. So ist es wenig verwunderlich, dass sich BILD wieder mit einer Schlagzeile blamiert: &#8220;Die CO2-Lüge. Renommiertes Forscher-Team behauptet: Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik&#8221; &#8211; Genau, immer auf die blöde Politik. Ich kann dabei nur noch den Kopf schütteln. Der SPIEGEL hat heute einen langen Artikel dazu, welcher</p>
<p>Ich kann nur mit <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/portraet-fritz-vahrenholt-klimawandelskeptiker-ich-mache-jetzt-wind/6161028.html">Dagmar Dehmer </a>einstimmend rufen: &#8220;Willkommen im Abseits, Herr Vahrenholt.&#8221;</p>
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		<title>&#8220;Brrrr&#8230; jetzt könnte ich globale Erwärmung gebrauchen!&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[globale Erwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist bitterkalt in Deutschland: Eisschollen auf der Spree, Kältetote in Mittel- und Osteuropa&#8230; und kein Ende in Sicht. Manch eine/r könnte sich geneigt fühlen, die globale Erwärmung schneller herbei zu wünschen. Das von uns &#8220;Klima-Freaks&#8221; dann stets gebrachte Argument, diese zieht ja auch eine Zunahme von Wetterextremen nach zieht, prallt derzeit auch an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/detail/item/jaiser_et_al/?cHash=2726e8051829010a77ca86c1ee0d8ca7"><img class="alignright" src="http://www.awi.de/fileadmin/user_upload/News/Press_Releases/2012/1._Quartal/0000_EisscholleArk_AWI_w.jpg" alt="" width="168" height="126" /></a>Es ist <a href="http://www.dwd.de/bvbw/appmanager/bvbw/dwdwwwDesktop;jsessionid=vQgvPyfZLhvydMpHByHj0D2m1hscKMpxyFTzpHc4P1d2F1Pvp6yQ!1304854856!-1730888620?_nfpb=true&amp;_windowLabel=T14600649251144330032285&amp;_urlType=action&amp;T14600649251144330032285_LAND_CODE=DE&amp;T14600649251144330032285_HEIGHT=x&amp;T14600649251144330032285_TIME=x&amp;T14600649251144330032285_WARNING_TYPE=0&amp;T14600649251144330032285_TABLE_VIEW=false&amp;T14600649251144330032285_MAP_VIEW=false&amp;T14600649251144330032285_MOVIE_VIEW=true&amp;T14600649251144330032285_WEEKLY_REPORT_VIEW=false&amp;T14600649251144330032285_STATIC_CONTENT_VIEW=false&amp;T14600649251144330032285_SHOW_TIME_SEL=false&amp;T14600649251144330032285_SHOW_HEIGHT_SEL=true&amp;_pageLabel=_dwdwww_wetter_warnungen_warnungen">bitterkalt </a>in Deutschland: Eisschollen auf der Spree, Kältetote in Mittel- und Osteuropa&#8230; und kein Ende in Sicht. Manch eine/r könnte sich geneigt fühlen, die globale Erwärmung schneller herbei zu wünschen. Das von uns &#8220;Klima-Freaks&#8221; dann stets gebrachte Argument, diese zieht ja auch eine Zunahme von Wetterextremen nach zieht, prallt derzeit auch an der dicken Eisschicht ab. Doch das <a href="http://www.awi.de//de/startseite/">Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung </a>hat nun unser Argument wissenschaftlich in einer <a href="http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/detail/item/jaiser_et_al/?cHash=2726e8051829010a77ca86c1ee0d8ca7">Studie </a>konkretisiert.<span id="more-9286"></span></p>
<p>Demnach hängt das <a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/polarforschung-ist-die-arktis-2030-eisfrei_aid_333977.html">Abschmelzen der Arktis</a> (und <a href="http://www.klimaktiv.de/article138_12866.html">hier</a>) über zwei Mechanismen direkt mit der aktuellen sibirischen Kälte von Berlin bis München zusammen. Durch die sog. &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eis-Albedo-R%C3%BCckkopplung">Eis-Albedo-Rückkopplung</a>&#8221; erwärmt sich der Ozean schneller, weil das helle &#8211; gut reflektierende &#8211; Eis zunehmend fehlt (=weniger Albedo). Hinzu kommt dann, dass durch das fehlende Eis nun weniger Wärme im Ozean gespeichert werden kann (der Deckel-Effekt). Dadurch wird &#8220;insbesondere im Herbst und Winter die Luft stärker als in früheren Jahren erwärmt, denn in dieser Zeit ist der Ozean wärmer als die Atmosphäre.&#8221; Dadurch wird die Atmosphäre instabiler und der Luftstrom im Winter verändert sich; konkret wird weniger warme Luft über den Ozean zu uns gebracht.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 530px"><a href="http://climate.nasa.gov/kids/news/index.cfm?FuseAction=ShowNews&amp;NewsID=6"><img class=" " src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/2/2e/Arctic_Oscillation-01.jpg" alt="Danke Aktischer Oszilliation: Weniger Eis am Pol = mehr Schnee bei uns. (Grafik: NASA)" width="520" height="289" /></a><p class="wp-caption-text">Danke Aktischer Oszilliation: Weniger Eis am Pol = mehr Schnee bei uns. (Grafik: NASA)</p></div>
<p>Etwas ausführlicher berichten die <a href="http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/10465-es-wird-noch-wesentlich-kaelter">Klimaretter </a>und wer die Zeit hat, kann auch das <a href="http://www.tellusa.net/index.php/tellusa/article/view/11595/pdf">Original </a>lesen. Somit hilft uns die Wissenschaft ganz konkret, Klima-Unwissen leicht zu beseitigen.</p>
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		<title>Elektromobilität gar nicht so grün</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/01/30/elektromobilitaet-nicht-grue/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 08:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Elektromobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Studie des Öko-Institutes hat vor 2 Wochen das alte Glaubensbild vieler erschüttert, als es den Traum der Elektromobilität auf den Boden der Tatsachen stellte. Durach das Projekt &#8220;OPTUM – Optimierung der Umweltentlastungspotenziale von Elektrofahrzeugen&#8221; wurde zum Einen ermittelt, was wir sowieso schon wussten: es kommt auf den Strom an. Nur wenn dieser komplett Erneuerbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9263" class="wp-caption alignleft" style="width: 357px"><a href="http://www.oeko.de/oekodoc/1283/2011-413-de.pdf"><img class="size-full wp-image-9263 " src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/01/Bild-3.png" alt="Es wurde wieder fleißig modelliert in Freiburg." width="347" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Es wurde wieder fleißig modelliert in Freiburg.</p></div>
<p>Eine <a href="http://www.oeko.de/oekodoc/1283/2011-413-de.pdf">Studie des Öko-Institutes</a> hat vor 2 Wochen das alte Glaubensbild vieler erschüttert, als es den Traum der Elektromobilität auf den Boden der Tatsachen stellte. Durach das Projekt &#8220;OPTUM – Optimierung der Umweltentlastungspotenziale von Elektrofahrzeugen&#8221; wurde zum Einen ermittelt, was wir sowieso schon wussten: es kommt auf den Strom an. Nur wenn dieser komplett Erneuerbar ist, könnte CO2 eingespart werden. Allerdings auch nicht komplett so viel, wie heutige Benziner verursachen, da die Produktionskette nicht ausser Acht gelassen werden darf. Ohnehin wird eMobility nicht in der baldigen Zukunft unseren Alltag revolutionieren. Bis 2030 werden gerade mal 14% der Fahrzeuge elektrisch &#8211; v.a. aber hybrid &#8211; sein.</p>
<p>Doch anstatt <span id="more-9250"></span>nun auf einen radikalen Lebensstilwandel und die dringende Transformation des (öffentlichen) Verkehrs, hin zu einem ganzheitlichen, ökologisch und sozial ausgewogenem System zu propagieren, zeigt das Öko-Institut zurück in die Vergangenheit: Effizienz. Natürlich sind Motoren mit weniger Emissionen besser als mit mehr, aber dann muss &#8211; zumindest im Jahr 2012! &#8211; auch der <a href="http://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCoQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FRebound_(%25C3%2596konomie)&amp;ei=QlgmT_6_EIOD-wa9osi1CA&amp;usg=AFQjCNFRwtU_9lbeZfUaTnGpOmCVNSRk3A&amp;sig2=Owq4FIcO-yAS7Wze4d1nNA">Rebound-Effekt</a> erwähnt werden.</p>
<blockquote><p>„Aber wir dürfen auch die konventionellen Pkw nicht aus den Augen verlieren. Werden benzinbetriebene Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 deutlich effizienter, können diese allein die Treibhausgasemissionen des Pkw-Verkehrs um 25 Prozent reduzieren.“</p></blockquote>
<p>Zudem wird auf die Notwendigkeit von Recycling und Innovation im Zusammenhang mit der globalen Rohstoffknappheit hingewiesen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Wissenschaftler ziehen das Fazit, dass für die Elektromobilität künftig – und zwar bereits in naher Zukunft – vor allem die ausreichende Versorgung mit Dysprosium und Terbium als sehr kritisch eingestuft werden muss.[...] Langfristig wird die Nachfrage nach Kobalt die heute wirtschaftlich förderbaren Reserven übersteigen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass ein großer Anteil der Vorkommen in Konfliktgebieten wie dem Kongo liegt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Allerdings muss auch hier klar sein, dass Recycling (eine komplette Kreislaufwirtschaft ist hier utopisch!) immer nur die Knappheit abmildern kann und &#8220;Innovation&#8221; zugleich eher &#8220;Hoffnung auf Alternativen&#8221; bedeutet, als ein konkreter Lössungsweg ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Für mehr Klimaradikalismus!</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/01/05/fur-mehr-klimaradikalismus/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 15:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Durban]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Kyoto-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Teersande]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Kanada ist aus dem Kyoto Protokoll ausgetreten. Damit hat das Land noch einen drauf gesetzt, nachdem es schon früh angekündigt hat, bei einer zweiten Verpflichtungsperiode sowieso nicht dabei zu sein. Nun aber schon vor Ablauf dieser Periode fristgerecht die Scheidung einzureichen, das ist dreist. Premierminister Harper möchte damit Strafzahlungen von über 13 Mrd. US-Dollar vermeiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 228px"><a href="http://intercontinentalcry.org/operation-green-rights-anonymous-targets-the-tar-sands/"><img class="  " src="http://intercontinentalcry.org/wp-content/uploads/oilyleaf.jpg" alt="Bild von http://intercontinentalcry.org/" width="218" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">Bild von http://intercontinentalcry.org/</p></div>
<p>Kanada ist aus dem Kyoto Protokoll ausgetreten. Damit hat das Land noch einen drauf gesetzt, nachdem es schon früh angekündigt hat, bei einer zweiten Verpflichtungsperiode sowieso nicht dabei zu sein. Nun aber schon vor Ablauf dieser Periode fristgerecht die Scheidung einzureichen, das ist dreist. Premierminister Harper möchte damit Strafzahlungen von <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/kanada_rueckzug_kyoto_protokoll_1.13620972.html">über 13 Mrd. US-Dollar</a> vermeiden (wohl <a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&amp;tx_ttnews%5btt_news%5d=127276&amp;cHash=3172ba10f8675972e8c088d469a6404f">eher weniger</a>), denn die kanadischen CO<sub>2</sub>-Emissionen stiegen seit 1990 um über 25% auf rund 580 t – vereinbart waren minus 6%! Ist das der Dolchstoß für die UN-Klimaverhandlungen? Welche Konsequenzen sollte die internationale Gemeinschaft jetzt ziehen? Welche Strategie wäre für die Klimabewegung angebracht? Warum hat <a href="http://www.klimaretter.info/protest/hintergrund/10249-qein-verfahren-gegen-kanadaq">Hubert Weiger </a>Recht, wenn er mehr Druck auf Kanada fordert? Und warum brauchen wir hier einen Klimaradikalismus? <span id="more-9214"></span></p>
<p>Das Problem war schon zur Geburt des Kyoto Protokolls bekannt: ein Austritt kann ohne Konsequenzen erfolgen. Alles, was ein Land zu verlieren hätte, wäre Reputation. Damit stand der internationale Klimaschutz von Beginn an auf wackeligen Beinen und eigentlich konnten sich die Expert/innen schon lange denken, dass eine kanadische Regierung, <a href="http://www.desmogblog.com/stephen-harper-war-climate-science">die den Klimawandel anzweifelt</a>, kein Geld für dessen Verhinderung überweisen würde. Hinzu kommt die Erschließung der <a href="../2011/06/03/kanada-verheimlicht-beitrag-der-teersande-zu-treibhausgasanstieg/">tödlichen Teersande</a> im <a href="http://www.tarsandswatch.org/">“Petro State“ Alberta</a>.  Diese Vorahnungen machen die Entscheidung Kanadas aber nicht weniger schlimm. Im Gegenteil, es macht politisch wenig Sinn, nun den Schaden herunter zu reden. Eine Austrittswelle wird ausbleiben, weil die Staaten außerhalb Europas entweder mit überschüssigen Zertifikaten gut verdienen (v.a. Russland) oder moralisch fester gebunden sind (Japan, Mutterland des Kyoto Protokolls). Die einzig richtige Lösung sind nun harte Sanktionen gegen Kanada auf verschiedenen Ebenen. Das mag finanz-, handels-, kultur- oder machtpolitisch nicht für jede/n opportun sein, aber es muss ein Präzedenzfall geschaffen werden, der Strahlkraft hat: <em><strong>Wir lassen und nicht foppen</strong> – wer sich zum Klimaschutz bekennt, muss dafür gerade stehen</em> (denn anders als die USA, hat Kanada Kyoto ja ratifiziert).</p>
<p>Der notwendige Klimaradikalismus beruft sich also nicht auf unmenschliche, finanzpolitisch waghalsige oder öko-autoritäre Fantasien, sondern ist der ehrlichste und direkteste Weg zur Abkehr vom Fossilismus und der an ihn geketteten Politik. Die Welt muss Kanadas Austritt persönlich nehmen. Das tat sie auch bei den USA, welche seit dem das Klima-Schmuddelkind waren. (Immerhin bemühte sich Obama zu Beginn seiner Amtszeit ein wenig um eine bessere Reputation!) da Kanada geopolitisch im Vergleich zu ihrem südlichen Nachbarn winzig ist, kann eine <strong>Schmuddelkind-Kampagne</strong> hier viel eher Effekt zeigen. Zudem ist in Kanada die Mehrheit der Bevölkerung von der Notwendigkeit des Klimaschutzes überzeugt und unterstützt Kyoto. Wenn Kanada nicht nur vom <a href="http://climatenetwork.org/">Climate Action Network</a>, sondern vor der UNO von z.B. der EU als „<a href="http://climatenetwork.org/fossil-of-the-day">Fossil</a>“ gebrandmarkt wird, fällt das sehr negativ auf Harper zurück. Anders als in den USA legen die Kanadier/innen traditionell mehr Wert auf ihr Ansehen in der Welt. Das muss jetzt v.a. von der Klimabewegung und den NGOs getan werden. Die kanadische Zivilgesellschaft ist m.E. auch sehr viel kritischer gegenüber der eigenen Minderheitsregierung (Harpers Konservative <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Canadian_federal_election,_2011">holten 39% der Stimmen, jedoch 53% der Sitze</a>) als in anderen großen Industrienationen.</p>
<p>Weitere Maßnahmen beinhalten eine verstärkte <strong>klimapolitische Ausrichtung des</strong> <strong>Welthandels</strong>. Das klingt radikal, wird aber im Rahmen der Diskussion um „border-adjustment-taxes“ (auch als „<a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/oeko-imperialismus-die-eu-streitet-sich-ueber-klimazoelle-1831397.html">Klimazölle</a>“ bekannt, siehe auch <a href="http://www.stiftung-nv.de/145140,1031,111427,-1.aspx">hier</a>) schon lange durchdacht. Wie bei der aktuellen Diskussion um <a href="../2011/10/04/eu-missionshandel-ueber-den-wolken/">Emissionszertifikate für den Flugverkehr</a>, soll und kann kein Land einzeln benachteiligt werden. Aber politische Rhetorik ist ja auch ein Mittel, welches nicht zu unterschätzen ist. Anstatt immer das Beispiel China zu nehmen, könnte von Frau Merkel mal öffentlich angedacht werden, wie sich der Handel der EU mit Kanada nach der Einführung einer CO<sub>2</sub>-Steuer auf Importe auswirkt. Darüber hinaus muss die EU nun noch stärker gegen den Import von Teersandöl vorgehen. Ottawa interveniert stark in Brüssel, um die <a href="http://www.euractiv.com/climate-environment/eu-faces-tar-sands-industry-news-508140">Fuel Quality Directive</a> in ihrem Sinne zu verändern. Hier muss gegengehalten werden: auch das sind wir Kyoto und dem Klima schuldig!</p>
<p>Zudem muss diplomatisch nun Kanada auf alle Füße getreten werden. Das Motto heißt von nun an: „Selbst wenn ihr ratifiziert, können wir uns ja nicht sicher sein!“ <strong>Erst wenn der Ruf ruiniert ist</strong> (bzw. ruiniert wird), sieht Kanada wohl ein, dass Kyoto nicht irgendein kleines Protoköllchen war, sondern ein – zwar ineffektiver aber – ungemein wichtiger erster Meilenstein der Weltrettung.</p>
<blockquote><p>„Wie Sanktionen auch aussehen können, haben die UN-Staaten im Sommer verdeutlicht, erzählen Klimadiplomaten. Bei der Wahl zu den nicht ständigen Vertretern im UN-Sicherheitsrat standen Deutschland, Portugal und Kanada zur Wahl. Schon wegen des Regionalproporzes sei Kanada praktisch gesetzt gewesen, hieß es, bis die Kioto-Frage aufkam. Gewählt wurden Deutschland und Portugal.“ (Quelle: <a href="http://www.taz.de/%2183677/">taz</a>)</p></blockquote>
<p>Die Gefahr besteht natürlich, dass Kanada sich nun noch enger an die USA schmiegt und die „Koalition der Ignoranten“ stärkt. Aber das geschah auch schon so, nur dass sich Ottawa stets hinter Washington verstecken konnte (zusammen mit anderen „Fossils“). Eine weitere Kritik am &#8220;Klimaradikalismus Post-Durban&#8221; wäre, dass sich dann (noch) weniger Staaten trauen würden, einem neuen – dann hoffentlich sehr viel verbindlicherem – Vertrag beizutreten. Doch die politische Kraft, die hier zusätzlich aufgebracht werden muss, ist wenig im Vergleich zu jener, welche wir brauchen um ein „alles-doch-egal“ Regime fit für das 2°-Ziel zu machen.</p>
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		<title>Indaba in Durban: Warten auf eine Einigung</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2011/12/10/indaba-in-durban-warten-auf-eine-einigung/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 11:02:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[COP 17]]></category>
		<category><![CDATA[Durban]]></category>
		<category><![CDATA[Indaba]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Idee der Gastgeberin war bestechend: ein offenes Treffen bei dem die offenen Frage noch einmal in etwas offenerem Rahmen besprochen werden können. Was in der ersten Woche noch leicht chaotisch gestartet war, wird nun auf Ministerebene vorgeführt. Hier wird wohl auch versucht, alle auf einen gleichen Stand zu bringen und dafür ließ COP Präsidenin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9164" class="wp-caption alignleft" style="width: 292px"><a href="www.unfccc.int"><img class="size-full wp-image-9164" src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2011/12/Bild-9.png" alt="Mitternachts-Indaba für Röttgen &amp; Co" width="282" height="452" /></a><p class="wp-caption-text">Mitternachts-Indaba für Röttgen &amp; Co</p></div>
<p>Die Idee der Gastgeberin war bestechend: <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2011/12/01/indaba-oder-das-grose-palaver/">ein offenes Treffen</a> bei dem die offenen Frage noch einmal in etwas offenerem Rahmen besprochen werden können. Was in der ersten Woche noch leicht chaotisch gestartet war, wird nun auf Ministerebene vorgeführt. Hier wird wohl auch versucht, alle auf einen gleichen Stand zu bringen und dafür ließ COP Präsidenin Maite Nkoana-Mashabane Übersichten verteilen (<a href="http://unfccc.int/files/meetings/durban_nov_2011/application/pdf/draft_decision_agenda_item_8_gcf_clean_2140_9dec11.pdf">1</a>, <a href="http://unfccc.int/files/meetings/durban_nov_2011/application/pdf/9pm_table_-_indaba_options_table-8122011.pdf">2</a>, <a href="http://unfccc.int/files/meetings/durban_nov_2011/application/pdf/indaba_kp_options_table.pdf">3</a>) um die Optionen gebündelt und vereinfacht zu präsentieren. Dabei wurden dankenswerter Weise alle Dokumente von Südafrika (anders als damals von <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2009/12/08/guardian-stiftet-grosses-wirrwarr/">Dänemark</a>) zeitnah <a href="http://unfccc.int/">auf der Website</a> veröffentlicht.</p>
<p>Gestern Abend traf sich die COP dann erst um 20.00 Uhr und stimmt lediglich über die ersten, kleineren Sachen ab. Bis jetzt (Samstag, 12.30 Uhr) weiß niemand von uns, wann die COP, aber auch das Treffen der Kyoto-Mitglieder (CMP) oder die beiden Arbeitsgruppen (KP und LCA) wieder zusammenkommen werden. Gestern Nacht buchte die Indische Delegation ihre Flüge auf Sonntag um &#8211; eben gerade taten auch die Deutschen das. Doch es ist in hier im ICC wie mit dem Klimawandel generell: selbst wenn die Minister/innen sich einig sein würde, muss noch Zeit eingeplant werden, bis es endlich geschafft ist. Denn auch wenn alles vorher in bilateralen Gesprächen und Indabas geklärt worden ist, braucht das formale Procedere auf diesem UN-Leven mehrere Stunden.<span id="more-9160"></span></p>
<p>Als ich gestern Nacht das ICC müde verließ, wurde um mich herum schon abgebaut. Es regnete und der Fahrer des letzten Busses zum Hotel wartete ungeduldig. Einige Journalist/innen warteten auf den Beginn der Mitternachts-Indaba. Heute morgen scheint die Sonne wieder über Durban und man trifft Minister an der Kaffeebar. Sie sind erschöpft, doch es ist kein Schock-Moment wie einst in Kopenhagen. Die Erwartungen waren niedrig und schon jetzt weiß jeder, dass das Ergebnis von Durban minimal sein wird. Viele wichtige Sachen werden vertagt (z.B. Details zum Review-Prozess), vergeigt (Reform des CDM) oder fast vergessen (Ambitionen auf ein 1,5°-Ziel). Der Green Climate Fund wird relativ sicher kommen, ebenso sicher ist aber auch, dass er nicht schnell mit Milliarden gefüllt werden wird. Ernüchterung verdrängt langsam die Anspannung bei vielen Delegierten, es wird surreal.<!--more--></p>
<div id="attachment_9163" class="wp-caption alignright" style="width: 532px"><a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2011/12/Bild-111.png"><img class="size-full wp-image-9163" src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2011/12/Bild-111.png" alt="Fiona Harvey vom Guardian twitter fleißig und mit eigener Meinung." width="522" height="106" /></a><p class="wp-caption-text">Fiona Harvey vom Guardian twitter fleißig und mit eigener Meinung. Twitter hilft vielen NGOs hier um die aktuellsten Ereignisse mit zu bekommen.</p></div>
<p>Gerüchte sagen, dass die UN sich hier selber abschafft, weil sie faktisch kein Ende finden werden. Wenn es hier zu einem Abschluss kommt, dann über die Übereinkunft, dass man die wirklich wichtigen Dinge auf der COP-18 weiter diskutiert. So wird es weiterhin heißen:</p>
<blockquote><p><em>Komm, wir gehen!</em></p>
<p><em>Wir können nicht.</em></p>
<p><em>Warum nicht?</em></p>
<p><em>Wir warten auf eine Einigung.</em></p>
<p><em>Ah!</em></p></blockquote>
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		<title>Grüne in Durban: Parlamentarier gründen Allianz</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 10:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Durban]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hat auf Initiative der Stiftung und mehrerer Parlamentarier hin eine Pressekonferenz einiger hier anwesenden grünen Abgeordneten statt gefunden. Zusammen gaben Hermann Ott (MdB), Bas Eickhout (MdEP), Christine Milne (grüne Senatorin in Australien), Elisabeth May (grüne Abgeordnete in Canada) und Lance Greyling (fast grüner Abgeordneter in Südafrika) ein Statement im ICC von Durban anlässlich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat auf Initiative der Stiftung und mehrerer Parlamentarier hin eine Pressekonferenz einiger hier anwesenden grünen Abgeordneten statt gefunden. Zusammen gaben <a href="http://www.hermann-e-ott.de/">Hermann Ott</a> (MdB), <a href="http://www.baseickhout.nl/">Bas Eickhout</a> (MdEP), <a href="http://christine-milne.greensmps.org.au/">Christine Milne</a> (grüne Senatorin in Australien), <a href="http://www.elizabethmay.ca/">Elisabeth May</a> (grüne Abgeordnete in Canada) und <a href="http://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=4&amp;ved=0CEUQFjAD&amp;url=http%3A%2F%2Ftwitter.com%2Flancegreyling&amp;ei=S-fhTu3BGIKWhQf_k4z0AQ&amp;usg=AFQjCNHmrmNJ9aIlwgL5RUhJeG7FgCVCQQ&amp;sig2=y49EaOP_53kN55INxJJbgQ">Lance Greyling</a> (fast grüner Abgeordneter in Südafrika) ein Statement im ICC von Durban anlässlich der Klimaverhandlungen.</p>
<p>Hier geht es zum <strong><a href="http://unfccc4.meta-fusion.com/kongresse/cop17/templ/create_sse.php?id_kongresssession=4570&amp;theme=unfccc">VIDEO</a></strong>.</p>
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