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	<title>Klima der Gerechtigkeit &#187; Allgemein</title>
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	<description>Klima der Gerechtigkeit</description>
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		<title>Zwischenbilanz der Deutschen Klimafinanzierung</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili Fuhr</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klimafinanzierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Website www.deutscheklimafinanzierung.de legen Heinrich-Böll-Stiftung, Brot für die Welt, Germanwatch und Oxfam Deutschland anlässlich der Klimaverhandlungen in Bonn eine Zwischenbilanz der Deutschen Klimafinanzierung vor. Die Botschaft: Die Finanzierungshilfen des BMU sind zu wenig auf die ärmsten Länder ausgerichtet und stellen zu wenig Mittel für Anpassung bereit. Über die Projekte des BMZ liegen nach wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Website <a href="www.deutscheklimafinanzierung.de">www.deutscheklimafinanzierung.de</a> legen Heinrich-Böll-Stiftung, Brot für die Welt, Germanwatch und Oxfam Deutschland anlässlich der Klimaverhandlungen in Bonn eine <a href="http://www.deutscheklimafinanzierung.de/blog/2012/05/16/zwischenbilanz-der-deutschen-klimafinanzierung-%E2%80%93-wenig-auf-die-armsten-lander-ausgerichtet/">Zwischenbilanz der Deutschen Klimafinanzierung </a>vor. Die Botschaft: Die Finanzierungshilfen des BMU sind zu wenig auf die ärmsten Länder ausgerichtet und stellen zu wenig Mittel für Anpassung bereit. Über die Projekte des BMZ liegen nach wie vor nicht genügend Daten vor, um eine Bewertung vorzunehmen.</p>
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		<title>Zum Weltbankbericht &#8220;Inclusive Green Growth&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 11:16:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili Fuhr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenige Wochen vor der Rio2012-Konferenz ist das Thema Grüne Ökonomie in aller Munde. Umfassende Berichte haben bisher vor allem UNEP und die OECD vorgelegt. Nun ist der lang erwartete Bericht der Weltbank da mit dem Titel &#8220;Inclusive Green Growth&#8221;. Doch auch wenn sich die Weltbank in die anderen Berichte einreiht und behauptet, die würden alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenige Wochen vor der <a href="http://www.uncsd2012.org/rio20/index.html">Rio2012-Konferenz</a> ist das Thema Grüne Ökonomie in aller Munde. Umfassende Berichte haben bisher vor allem <a href="http://www.unep.org/greeneconomy/">UNEP </a>und die <a href="http://www.oecd.org/document/10/0,3746,en_2649_37465_44076170_1_1_1_37465,00.html">OECD </a>vorgelegt. Nun ist der lang erwartete <a title="pdf" href="http://siteresources.worldbank.org/EXTSDNET/Resources/Inclusive_Green_Growth_May_2012.pdf">Bericht der Weltbank </a>da mit dem Titel &#8220;Inclusive Green Growth&#8221;. Doch auch wenn sich die Weltbank in die anderen Berichte einreiht und behauptet, die würden alle die gleiche Botschaft haben, so gibt es zwischen ihnen doch erhebliche Unterschiede. Nicht zuletzt den, dass UNEP von &#8220;Grüner Ökonomie&#8221; und die OECD und Weltbank von &#8220;Grünem Wachstum&#8221; sprechen. Eine Analyse der verschiedenen Konzepte hat Barbara Unmüßig <a href="http://www.boell.de/oekologie/marktwirtschaft/oekologische-marktwirtschaft-gruene-oekonomie-zauberformel-rio-g20-unmuessig-14026.html">hier</a> vorgenommen.</p>
<p>Hier soll es nun konkret um ein paar Anmerkungen, Überlegungen und Bewertungen zum aktuellen Weltbankbericht gehen. Dabei ist es wichtig zu verstehen, wer die Hauptzielgruppe des Reports ist: Es geht um die Regierungen der Entwicklungsländer und ihre Berater/innen, die davon ausgehen, dass arme Entwicklungsländer zunächst einmal das Recht auf Entwicklung haben, egal, wie CO2- und ressourcenintensiv diese ist, und sich nur die reichen Länder eine Grüne Ökonomie leisten können. Diesem Irrglauben mit klaren Argumenten, Zahlen und vielen positiven Beispielen entgegenzutreten, ist ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Debatte.</p>
<p>In diesem Kontext z.B. verbuche ich positiv, dass sich die Weltbank intensiv mit der Frage auseinandersetzt, wie in Entwicklungsländern Subventionen für fossile Energie abgebaut werden können, ohne die Armen zu belasten und zu sozialen Verwerfungen und Konflikten beizutragen (beispielsweise durch plötzlich ansteigende Nahrungsmittelpreise, die vom Öl-/ Benzinpreis abhängig sind). <span id="more-9559"></span>Ebenso wichtig ist die Betonung der Dringlichkeit unseres Handelns &#8211; dass wir es uns nämlich nicht leisten können, weitere Jahre oder gar Jahrzehnte falsch zu investieren, da Biodiversitätsverlust und Klimawandel irreversibel sind. Hier betont die Weltbank auch zum Glück noch einmal die historische Verantwortung der Industrieländer. Fast schon überraschend &#8211; auch angesichts des Portfolios der Weltbank insgesamt &#8211; ist die klare Verdammung von Teersanden, Schiefergas, Tiefseebohrungen und Kohleverflüssigung als Irrweg aus der jetzigen Energiekrise.</p>
<p>Was fehlt im Bericht? Leider doch Entscheidendes, darunter z.B. klare Ziele für Emissionsreduktion, Biodiversitätsschutz, Ressourceneffizienz oder Abfallvermeidung. Der Dringlichkeitsappell verhallt damit in der Leere. Ebenfalls fehlen klare Ansagen darüber, welche Technologien nicht nur grün, sondern auch sozial und ökologisch akzeptabel sind. Damit einhergeht der auch in anderen Reports (siehe z.B. <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/10/sustainable-energy-for-all-aber-fur-wen-genau-welche-art-von-energie-und-um-welchen-preis/">hier</a>) gemachte Fehler, die Debatte um die Grüne Ökonomie nicht mit dem Menschenrechtsregime in Einklang zu bringen. Die Tatsache, dass sich eine Institution wie die Weltbank zudem in diesen Fragen geschlechterblind bewegt, ist nahezu fatal.</p>
<p>Ein weiterer struktureller Fehler im Report, der vielleicht nicht gleich auffällt, wenn man nicht genau hinschaut, ist das Unverständnis (oder gar der gezielte Missbrauch?) des Begriffs der Commons / Gemeingüter.  Auch nichts Neues in der Grünen Ökonomie-Debatte. Davon ist z.B. <a href="http://www.unep.org/wed/nature/">auch UNEP nicht frei</a>. Die These heute (und auch schon 1968 bei Hardin): Natürliche Ressourcen als Commons werden ausgebeutet, weil alle Zugang haben, sie &#8220;niemandem gehören&#8221; und folglich niemand sich darum kümmert, sie zu erhalten.&#8221; Die Antwort der Ökonomen heute: Privatisieren, Ökosystemdienstleistungen bepreisen und in einigen Fällen auch gleich als Finanzmarktprodukte auf globalen Märkten handelbar machen. Die lebendige Gemeinschaft der Commons-Befürworter/innen heute hat da ganz andere Analysen und Antworten. Nachzulesen z.B. im neuen Buch &#8220;<a href="http://www.boell.de/publikationen/publikationen-commons-fuer-eine-neue-politik-jenseits-von-markt-und-staat-14395.html">Commons &#8211; für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat</a>&#8221; oder auch im <a href="http://commonsblog.wordpress.com/">Blog von Silke Helfrich</a>.</p>
<p>Immerhin aber, könnte man sagen, setzt sich der Bericht der Weltbank mit der Kritik am Wachstumsmodell auseinander. Auch wenn die Gegenargumente etwas schwach auf der Brust daherkommen, so ist da immerhin eine Anerkennung der Notwendigkeit dieser Debatte erkennbar. Reicht das? Leider nicht, fürchte ich. Und doch ist angesichts der ungebremsten Mächtigkeit des Business as Usual-Modus insgesamt jeder Tropfen notwendig, um den Stein zu höhlen.</p>
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		<title>&#8220;Sustainable Energy for All&#8221; &#8211; Aber für wen genau? Welche Art von Energie? Und um welchen Preis?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:08:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili Fuhr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Rio+20]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Energy for All]]></category>

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		<description><![CDATA[2012 ist das UN Jahr für &#8220;Sustainable Energy for All&#8221; &#8211; also nachhaltiger Energie für alle. Die Frage von Zugang zu sauberer Energie ist in der Tat eine zentrale Entwicklungsfrage und steht zu Recht hoch auf der politischen Agenda. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat hierfür eine &#8220;High-Level Group&#8221; ins Leben gerufen, die nun gerade ihre &#8220;Global [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/05/Solarkocher.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9555" src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/05/Solarkocher.jpg" alt="" width="180" height="240" /></a>2012 ist das UN Jahr für &#8220;<a href="http://www.sustainableenergyforall.org">Sustainable Energy for All</a>&#8221; &#8211; also nachhaltiger Energie für alle. Die Frage von Zugang zu sauberer Energie ist in der Tat eine zentrale Entwicklungsfrage und steht zu Recht hoch auf der politischen Agenda. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat hierfür eine &#8220;High-Level Group&#8221; ins Leben gerufen, die nun gerade ihre &#8220;<a title="pdf" href="http://www.sustainableenergyforall.org/images/content/ActionAgenda.pdf">Global Action Agenda</a>&#8221; vorgelegt hat und damit Empfehlungen für Investitionen in 11 Schlüsselbereichen vorgibt. Der Grundgedanke ist, dass es möglich sein soll, entlang einer gemeinsamen Vision durch ein hochrangiges Gremium öffentliche und private Akteure zu vernetzen, um die notwendigen Finanzen zu mobilisieren.</p>
<p>Die gemeinsame Vision besteht dabei aus drei Zielen, die bis 2030 erreicht werden sollen:</p>
<ul>
<li>Universeller Zugang  zu modernen Energiedienstleistungen;</li>
<li>Verdopplung der globalen Energieeffizienzsteigerungsrate;</li>
<li>Verdopplung des Anteils Erneuerbarer Energien am globalen Energiemix.</li>
</ul>
<p>Und hier liegt jetzt auch schon das Grundproblem: Diese Ziele sind gerade lächerlich, wenn wir noch ernsthaft versuchen wollen, den Klimawandel auf 2 °C zu begrenzen. Die Internationale Energieagentur (IEA) <a href="http://www.renewableenergyfocus.com/view/21984/global-renewable-energy-share-in-2035-18/">beziffert </a>den Anteil Erneuerbarer Energien am globalen Energiemix im November 2011 auf 13 % und geht bis 2035 von einer Steigerung auf 18 % aus. Sollen wir jetzt ernsthaft bejubeln, dass wir dieses Ziel auf 26 % bis 2013 anheben?<span id="more-9547"></span> Was ist mit der klaren Botschaft der Klimawissenschaft, dass wir bis 2050 fast gänzlich dekarbonisieren müssen? Schaffen wir das dann alles zwischen 2030 und 2050 &#8211; vor allem, wenn wir jetzt erstmal munter weiter in die falschen Großtechnoligien investieren?</p>
<p>Hoch anzurechnen ist dem Expertengremium &#8211; in dem gerade Mal eine Handvoll von Frauen vertreten ist &#8211; dass sie sich ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen, wie wir denjenigen, die bisher überhaupt gar keinen Zugang zu Elektrizität haben, dezentrale und erneuerbare Optionen anbieten können. Und gut (überraschend?) ist die Tatsache, dass Atomkraft nicht explizit als mögliche Technologie auftaucht.</p>
<p>Allerdings gibt es genau bei der Betrachtung von großtechnologischen Optionen weitere Probleme: Der Fokus liegt auf Wasserkraft und Biomassenutzung. Aber genau hier ist es dringend nötig, einen normativen Rahmen aus Menschenrechten, sozialen und ökologischen Standards zu Grunde zu legen, um die potentiellen Folgen und Nebeneffekte solcher Technologien zu bewerten. Nicht alles, was grün ist, ist auch automatisch gerecht. Der Ansatz &#8220;Sustainable Energy for All&#8221; jedoch legt explizit Wert darauf, dass die Entscheidungen über die konkreten Technologien national getroffen werden und bezieht sich in keinster Weise auf geltende Menschenrechtsnormen und Standards. Genau das wird ja im Rio+20-Kontext bereits massiv <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/03/30/menschenrechte-in-rio20-un-special-rapporteurs-schlagen-alarm/">kritisiert</a>.</p>
<p>Ein weiterer Punkt, der ebenfalls einen generellen Trend abzeichnet (z.B. im Rahmen der Entwicklungsagenda der G20, der Multilateralen Entwicklungsbanken, im Zero Draft von Rio2012), ist das Setzen auf Public Private Partnershops als Allheilmittel. Dabei vermisse ich aber eine Auseinandersetzung damit, unter welchen Voraussetzungen und mit welcher politischen Flankierung und Regulierung diese überhaupt den gewünschten Effekt (auch für Armutsbekämpfung) bewirken sollen.</p>
<p>Die große Vision ist also letztlich nichts weiter als ein Bündel von losen und absolut unzureichenden Maßnahmen. Wie kommen wir denn vom Status quo zur Vision? Wie beenden wir Business as Usual? Der Abbau schädlicher Subventionen fossiler Energie zum Beispiel taucht nur ganz marginal am Rande auf.</p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/sejanc/2776610746/sizes/s/in/photostream/">Solarkocher </a>von <a href="http://www.flickr.com/photos/sejanc/">sejanc </a>mit <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">Creative Commons Lizenz</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Progressive Allianz folgt Einladung der EU</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 15:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili Fuhr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Durban]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[unfccc]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur wenige Monate ist es her, dass sich im südafrikanischen Durban eine kleine Weltrevolution in Sachen politischer Allianzen ereignete: Die EU, die ärmsten Entwicklungsländer und die kleinen Inselstaaten stellten sich geschlossen gegen die großen Emittenten &#8211; und darunter eben auch die großen Schwellenländer. Damit gelang ihnen nicht nur die Durchsetzung einer zweiten Verpflichtungsperiode für das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur wenige Monate ist es her, dass sich im südafrikanischen Durban eine kleine Weltrevolution in Sachen politischer Allianzen ereignete: Die EU, die ärmsten Entwicklungsländer und die kleinen Inselstaaten stellten sich geschlossen gegen die großen Emittenten &#8211; und darunter eben auch die großen Schwellenländer. Damit gelang ihnen nicht nur die Durchsetzung einer zweiten Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll. Sie erreichten auch, dass schließlich alle Länder zustimmten, bis 2015 ein neues globales Abkommen zu verhandeln, das ab 2020 in Kraft tritt.</p>
<p>Leider dürfen wir angesichts dieser (geo)politischen Revolution nicht vergessen, dass wir mit dieser Zeitschiene &#8211; und dem Nichtvorhandensein konkreter und ambitionierter Reduktionsziele bis 2020 &#8211; gefährlichen Klimawandel nicht stoppen werden. Ein Peak der globalen Emissionen in den kommenden Jahren, wie ihn die Klimawissenschat fordert, gelingt mit diesem Programm nicht.</p>
<p>Und doch ist in Durban Entscheidendes gelungen: Den lähmenden Verhandlungen, in denen sich stets jeder hinter jedem versteckt hält und keiner den ersten Schritt wagen will, stellt sich nun eine Allianz von &#8220;progressiven&#8221; Staaten entgegen, die inzwischen über die enge Durban-Allianz hinausgeht.</p>
<p>Auf die Einladung der EU zu einem &#8220;Informal Ministerial Roundtable for Ambitious Follow-up to Durban &#8211; Accelerated Climate Actions&#8221; folgten hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von ca. 30 Staaten, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Südafrika und Katar (Gastgeber des nächsten Klimagipfels).<span id="more-9538"></span></p>
<p>Das Pressegespräch nach dem Treffen kann man sich <a href="http://ec.europa.eu/avservices/player/streaming.cfm?type=ebsplus&amp;sid=202254">hier </a>anschauen. Eine Presseerklärung gibt es nicht. Jedoch betonen die Regierungen die große Bedeutung der Allianz für den Fortgang der Verhandlungen. Sie sprechen inzwischen sogar nicht mehr nur von einer &#8220;Allianz&#8221;, sondern von einer &#8220;Koalition&#8221;.</p>
<p>Ob es dieser Koalition der Progressiven &#8211; zu denen immerhin noch so unterschiedliche Kandidaten gehören wie Australien, Äthiopien oder Bangladesch &#8211; gelingen wird, die Dynamik von Durban aufrecht zu erhalten und gleichzeitig dafür zu sorgen, den auf die Schiene gesetzten Verhandlungsprozess auch mit Leben &#8211; sprich Ambition und Tempo &#8211; zu füllen, wird sich in Kürze zeigen.</p>
<p>Ab dem kommenden Montag treffen sich die Verhandlungsdelegationen wieder im Bonner Maritim. Auf der Agenda steht unter anderem die Gerechtigkeitsfrage (wer trägt wieviel bei zum globalen Ziel?) und die konkreten nationalen Reduktionsziele, die zwar seit Kopenhagen irgendwie auf dem Tisch liegen, aber nach wie vor hinten und vorne nicht genügen.</p>
<p>Rückblickend werden wir vermutlich frühstens in Katar im Dezember 2012 sagen können, ob das Treffen der letzten zwei Tage in Brüssel ein historisches war oder eines unter vielen.</p>
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		<title>Club of Rome mit neuem Bericht: &#8220;2052&#8243;</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/08/club-of-rome-mit-neuem-bericht-2052/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 10:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[club of rome]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem wegweisendem Report &#8220;Limits of Growth&#8221; des Club of Rome vor genau 40 Jahren erscheint nun mit &#8220;2052: A Global Forecast for the Next Forty Years&#8221; ein neuer Bericht der internationalen &#8220;Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik aus allen Regionen unserer Erde&#8221; (Selbstdarstellung des Club of Rome). Der Zukunftsforscher Jorgen Randers sammelte dafür Beiträge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://www.clubofrome.at/news/sup2012/dl-04-rotterdam.pdf"><img src="http://www.clubofrome.at/news/sup2012/img-04-randers.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Der neue Bericht des Club of Rome.</p></div>
<p>Nach dem wegweisendem Report &#8220;Limits of Growth&#8221; des Club of Rome vor genau 40 Jahren erscheint nun mit &#8220;<strong><a href="http://www.clubofrome.org/?p=4211">2052: A Global Forecast for the Next Forty Years</a></strong>&#8221; ein <a href="http://www.focus.de/wissen/diverses/club-of-rome-experten-bericht-klimawandel-wird-sich-dramatisch-verstaerken_aid_749049.html">neuer Bericht</a> der internationalen &#8220;Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik aus allen Regionen unserer Erde&#8221; (<a href="http://www.clubofrome.de/">Selbstdarstellun</a>g des Club of Rome).</p>
<p>Der Zukunftsforscher Jorgen Randers sammelte dafür Beiträge führender Wissenschaftler, Ökonomen und Zukunftsforscher verschiedener Fachbereiche. Der Bericht prüft dabei, inwiefern die bestehenden Visionen einer besseren, nachhaltigen Welt rechtzeitig umgesetzt werden können. Ist der Klimawandel noch zu bremsen? Wie kann der Bevölkerungsanstieg kompensiert werden? Welche Staaten werden Gewinner, welche Verlierer sein? Wie steht es um den derzeitigen Glauben in das alte Wachstumsmodell und wie wird China sich weiter verändern und verhalten? Mit verschiedenen Modellarten werden hier mögliche Zukunftsszenarien entworfen. U.a. kommt Randers zum Schluss, dass die Menschheit zu langsam reagiert, China die USA ablösen wird, auch in 2052 noch 3 Mrd. Menschen arm sein werden und das Wirtschaftswachstum weniger stark sein wird als bisher gedacht. Deshalb müssen alle langfristiger denken. Neben diesen &#8220;Neuigkeiten&#8221; wird auch ein ziemlich genauer Temperaturanstieg von +2,8°C bis 2080 vorhergesagt. (Wird der IPCC jetzt arbeitslos?)</p>
<p>Das erinnert stark an den Bestseller von 1972, doch damals schaffte es dieser &#8220;nur&#8221;, <a href="http://www.boell.de/wirtschaftsoziales/wirtschaft/wirtschaft-debatte-zu-wachstum-wachsen-mit-der-natur-12792.html">Aufmerksamkeit auf die Grenzen des Wachstums zu lenken</a> &#8211; nicht das Handeln zu verändern. Generell halte ich den Einfluss von solchen Berichten für sehr begrenzt: sie öffnen die Augen, aber nicht die <a href="http://www.boell.de/publikationen/publikationen-mentale-infrastrukturen-schriften-oekologie-11871.html">Seelen</a>. Was ist also das Novum an diesem Buch? Welcher neue Blickwinkel wird uns verraten oder wo liegt die neue schlechte Nachricht? Haben wir nicht schon so viele schlechte (und auch gute) Nachrichten im Zusammenhang mit Klima und Nachhaltigkeit in den letzten Jahren bekommen, dass einfach alles neue auf taube, zynische Ohren treffen muss? Ist das Zeitalter der großen Erzählungen nicht vorbei? Haben die Modelle der Zukunftsforscher sich nicht das ein ums andere Mal als falsch oder nur bedingt Visionär entpuppt? Sollten wir nicht, statt auf Zukunftsmodelle zu warten, fragen, <a href="http://www.boell.de/oekologie/oekologie-rio-plus-20-welche-zukunft-wollen-wir-14169.html">welche Zukunft wir wollen?</a></p>
<p><em>Bitte schreibt mir hier, wenn ihr einen Blick in das Buch geworfen habt und das ganze evtl. etwas enthusiastischer seht als ich.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bald Millionen für Geo-Engineering dank &#8220;Virgin Earth Challenge&#8221;?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 21:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
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		<category><![CDATA[Geo-Engineering]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 9. Februar 2007 hat der Milliardär Richard Branson zusammen mit Al Gor die &#8220;Virgin Earth Challenge&#8221; ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem 25 Millionen US-Dollar an den- oder diejenige gehen, welche es schafft, in großem Stile und wirtschaftlich CO2 aus der Atmosphäre wieder heraus zu holen. Hintergrund ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.virgin.com/subsites/virginearth/"><img class="alignleft  wp-image-9523" style="margin-top: 1px;margin-bottom: 1px;margin-left: 5px;margin-right: 5px;border-width: 1px;border-color: black;border-style: solid" src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/05/Bild-2-236x300.png" alt="" width="113" height="144" /></a>Am 9. Februar 2007 hat der Milliardär <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2007/10/16/oko-innovation-ohne-grenzen/">Richard Branson</a> zusammen mit Al Gor die &#8220;<a href="http://www.virgin.com/subsites/virginearth/">Virgin Earth Challenge</a>&#8221; ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem 25 Millionen US-Dollar an den- oder diejenige gehen, welche es schafft, in großem Stile und wirtschaftlich CO2 aus der Atmosphäre wieder heraus zu holen. Hintergrund ist die steigende Unsicherheit, ob wir nicht vielleicht schon zu spät sind mit dem Klimaschutz und ihn nicht nur stoppen, sondern umkehren müssen.</p>
<blockquote><p>&#8220;The Virgin Earth Challenge is US$25 million for whoever can demonstrate to the judges&#8217; satisfaction a commercially viable design which results in the net removal of anthropogenic, atmospheric greenhouse gases so as to contribute materially to the stability of the Earth&#8217;s climate system.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Juroren dieses Wettbewerbes sind neben Branson und Gore selbst so einflussreiche Personen wie der NASA-Experte James Hansen (&#8220;Entdecker&#8221; des Klimawandels in den 1980ern) oder James Lovelock (Erfinder der Gaia-Theorie, Entdecker der gefährlichen FCKW-Gase aber auch Atomenergiefan). Nun wurden aus &gt;10.000 Projekten 11 in die engere Auswahl genommen &#8211; darunter auch <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/tag/geo-engineering/">Geo-Engineering</a> Projekte. Hier eine kurze Übersicht der Weltrettungspläne:</p>
<p><span id="more-9480"></span></p>
<ul>
<li><strong>Biochar</strong> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenkohle">Pflanzenkohle</a>): Durch Pyrolyse wird aus Biomasse Biochar gewonnen, welche dann vergraben wird. Dies bedarf aber selbst Energie und einer großen Industrie sowie Fläche. Hier gibt es Modelle von <a href="http://www.biocharsolutions.com/">Biocharsolutions</a>, <a href="http://fullcirclebiochar.com/">Full Circle Biochar</a> und <a href="http://www.blackcarbon.dk/">Black Carbon</a>. Obwohl es ein Puzzlestein Im Klimaquiz sein könnte, ist die Wirtschaftlichkeit nur bei einem funktionierenden CO2-Markt gegeben. Es ist unklar, ob Biochar als Geo-Engineering gesehen werden kann.</li>
<li><strong>BECCS</strong> (Bioenergie mit CCS): Anstatt an herkömmlichen fossilen Kraftwerken wird die Technologie der CO2-Abscheidung und Speicherung an Biomasse-Kraftwerken angewandt. Dabei wird durch diese der Atmosphäre ebenfalls effektiv CO2 entzogen, es ergeben sich aber immer noch Speicherprobleme. Hier ist die Firma <a href="http://biorecro.com/">Biorecro</a> nominiert. CCS könnte ebenfalls für einige Staaten Teil der Klimastrategie werden, ist aber als BECCS nur in einem funktionierenden CO2-Markt wirktschaftlich. Es ist unklar, ob BECCS als Geo-Engineering gesehen werden kann.</li>
<li><strong>Air Capture</strong>: Dabei wird CO2 direkt aus der Luft abgeschieden und wie bei CCS gespeichert (mit den gleichen Problemen). Nominiert sind die Firmen <a href="http://www.carbonengineering.com/">Carbon Engineering</a> (des bekannten Geo-Engineering Fürsprecher <a href="http://www.ted.com/talks/david_keith_s_surprising_ideas_on_climate_change.html">David Keith</a>), <a href="http://www.climeworks.com/">Climeworks</a>, <a href="http://coaway.com/">COAWAY LLC</a>, <a href="http://globalthermostat.com/">Global Thermostat</a> und <a href="http://www.kilimanjaroenergy.com/">Kilimanjaro Energy</a>. Air Capture wird als eine der klassischen Geo-Engineering Strategien gesehen, ist derzeit aber noch fern jeder Wirtschaftlichkeit.</li>
<li><strong>Enhanced Weathering</strong> (Beschleinigte Verwitterung): Die Firma <a href="http://smartstones.nl/index.php/en/">Smart Stones</a> will mit dem basischen Mineralgestein Olivin CO2 aus der Atomosphäre chemisch heraus holen, um es dann in Böden einzubringen. Dafür müsste aber serh viel Olivin gefördert werden. Smart Stones möchte aus diesem Geo-Engineering Ansatz auch ein CDM-Projekt machen.</li>
<li><strong>Land Management</strong> beschäftigt sich v.a. mit Änderungen in der Landwirtschaft. Das <a href="http://www.savoryinstitute.com/">Savory Institut</a> geht hier auf verschiedene Art um Land  zu schützen und (zurück) umzuwandeln. Kein Geo-Engineering.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was wir in den letzten 20 Jahren doch erreicht haben&#8230;</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/03/was-wir-in-den-letzten-20-jahren-doch-erreicht-haben/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:50:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili Fuhr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rio+20]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen den allgemeinen Frust, dass wir in den letzten zwanzig Jahren eigentlich keinen Schritt weitergekommen sind beim Umweltschutz und in der Klimapolitik hilft manchmal auch eine Besinnung auf das, was erreicht wurde. Sozusagen zu Motivationszwecken. Damit die Lage nicht so auswegslos erscheint. Hier eine kleine Dosis Hoffnung und Realismus von der Stop Climate Chaos Coalition aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen den allgemeinen Frust, dass wir in den letzten zwanzig Jahren eigentlich keinen Schritt weitergekommen sind beim Umweltschutz und in der Klimapolitik hilft manchmal auch eine Besinnung auf das, was erreicht wurde. Sozusagen zu Motivationszwecken. Damit die Lage nicht so auswegslos erscheint. Hier eine kleine Dosis Hoffnung und Realismus von der <a href="http://www.stopclimatechaos.org">Stop Climate Chaos Coalition </a>aus Großbrittanien:</p>
<p><iframe width="558" height="314" src="http://www.youtube.com/embed/Wai1zDDBKQc?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Apple und die Kohle</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/04/25/apple-und-die-kohle/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 13:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili Fuhr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>

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		<description><![CDATA[Strom aus Kohle für die Apple iCloud: Greenpeace macht es sichtbar und verständlich: Mehr Infos zur Kampagne &#8220;Clean our Cloud&#8221; gibt es hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Strom aus Kohle für die Apple iCloud: Greenpeace macht es sichtbar und verständlich:</p>
<p><iframe width="558" height="314" src="http://www.youtube.com/embed/CS-J-r8pTiY?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mehr Infos zur Kampagne &#8220;Clean our Cloud&#8221; gibt es <a href="http://greenpeaceblogs.com/2012/04/24/cleaning-up-apple%E2%80%99s-dirty-icloud-2/">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>USA: Erneuerbarer Champion oder Klima-Loser?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 23:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Jungjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuletzt habe ich von Obamas mauer Klimabilanz gebloggt. Jetzt kommt eine neue Studie zum Fazit, dass die USA weltweit führend sind beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Ja was denn nun? Im jüngsten Report „Who is winning the Clean Energy Race?“ von Pew Charitable Trust besetzen die USA wieder den Spitzenplatz vor China und Deutschland, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9492" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/04/clean-energy-race.jpg"><img class="size-medium wp-image-9492 " src="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/files/2012/04/clean-energy-race-300x170.jpg" alt="" width="300" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Screenshot des Pew Reports</p></div>
<p>Zuletzt habe ich von <a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/04/13/barack-obamas-maue-klimabilanz-usa-mitt-romney/">Obamas mauer Klimabilanz</a> gebloggt. Jetzt kommt eine neue Studie zum Fazit, dass die USA weltweit führend sind beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Ja was denn nun?</p>
<p>Im jüngsten Report <a href="http://www.pewenvironment.org/news-room/reports/whos-winning-the-clean-energy-race-2011-edition-85899381106">„Who is winning the Clean Energy Race?“</a> von Pew Charitable Trust besetzen die USA wieder den Spitzenplatz vor China und Deutschland, das vom zweiten auf den dritten Platz abgerutscht ist. Sie investierten in 2011 mehr als jedes andere Land in erneuerbare Energien. <span id="more-9491"></span>Auf <a href="http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2012/kw16/usa-sind-wieder-wichtigster-standort-fuer-investitionen-in-saubere-und-erneuerbare-energien-finanzierungen-ermoeglichen-erstmals-einen-solar-zubau-von-mehr-als-einem-gigawatt.html">Solarserver</a> wird das Ergebnis der USA so zusammengefasst:</p>
<blockquote><p>In die USA flossen insgesamt 48 Milliarden US-Dollar (36,7 Milliarden Euro) Investitionen in die erneuerbaren Energien, was einen Zuwachs gegenüber 2010 um 42 Prozent bedeutet. Dies führte zu einem Zubau von 6,7 Gigawatt Windenergie-Kapazität und erstmals mehr als ein Gigawatt neue Solarenergie-Leistung.</p>
<p>Laut Pew Charitable Trusts lag die Gesamtkapazität zur Nutzung der erneuerbaren Energien in den USA Ende 2011 bei 93 Gigawatt. Damit belegen die Vereinigten Staaten den zweiten Platz hinter China.</p>
<p>Jedoch wird es für die USA angesichts der ausgelaufenen staatlichen Förderprogramme sowie des beendeten Darlehensprogramms des US-Energieministeriums schwer, den Erfolg des letzten Jahres zu wiederholen. Auch die Steuernachlässe werden Ende dieses Jahres auslaufen, betont die Organisation.</p></blockquote>
<p>Die USA legen ein Plus von 42 Prozent bei den Investitionen in erneuerbare Energien hin. Deutschland hingegen verzeichnet im Vergleich zu 2010 ein Minus von 5 Prozent. Mageres Ergebnis für das Land der Energiewende? Wohl kaum. Der Rückgang in Deutschland von 2010 auf 2011 ist auch darauf zurückzuführen, dass der Preis von Solarmodulen im letzten Jahr deutlich gesackt ist und dadurch nominal weniger investitiert wurde. Obendrein schaffen es Anbieter in Deutschland, die PV-Anlagen <a href="http://www.renewableenergyworld.com/rea/blog/post/2012/03/german-policy-could-make-solar-in-america-wunderbar">wesentlich günstiger</a> als es ihre Konkurrenten in den USA anzubieten. D.h. bei gleicher Investitionssumme geht mehr installierte PV-Leistung ans Netz. Anmerkung an die Autoren des Reports: Die Investitionssumme allein ist also kein Gradmesser, wie erfolgreich die Länder beim erneuerbare-Energien-Ausbau sind.</p>
<p>Der Vollständigkeit halber hier die Zusammenfassung zu Deutschland (Seite 40 des Reports):</p>
<blockquote><p>Germany attracted 5 percent less investment in 2011 than in 2010, garnering $30.6 billion. This decline shifted Germany’s rank from second to third place in the G-20. However, investment levels were significant enough to spur deployment of 7.5 GW of solar generating capacity, the same level recorded in 2010. More than two-thirds of the installed solar constituted small, commercial projects. Sixty-five percent of investment in Germany was directed toward solar, with 29 percent ($8.5 billion) directed to wind. In addition, 700 MW of biomass capacity was added in 2011. Germany is second in the G-20 for investment intensity and third in installed capacity. The country’s curtailment of solar incentives could be mitigated by its decision to accelerate the phaseout of nuclear generating capacity by 2022.</p></blockquote>
<p><a href="http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/04/13/barack-obamas-maue-klimabilanz-usa-mitt-romney/">Ist Obamas Klimabilanz also mau</a> oder sind die USA Weltspitze bei den erneuerbaren Energien? Sowohl als auch. Die Energiepolitik in den USA ist zersplittert, widersprüchlich und lässt sich nicht auf einen Nenner runterbrechen. Die USA haben hervorragende geographische Bedingungen für Wind und Sonne und nutzen diese auch – trotz uneffektiver Förderpolitiken und mangelnder Planungssicherheit für die Industrie, weil die Steueranreize für Wind &amp; Co. alle zwei Jahre auslaufen und politisch neu erstritten werden müssen. Jetzt <a href="http://www.cnn.com/2012/04/18/us/us-energy-subsidies/index.html">droht der Fadenriss</a>. Doch in Bundesstaaten wie Iowa oder den Dakotas liegt der Windstromanteil schon deutlich über 20 Prozent.</p>
<p>Aber die USA bauen eben nicht nur die erneuerbaren Energien aus, sondern bohren noch weiter nach Tiefseeöl, fracken ganze Landstriche nach unkonventionellem Erdgas, exportieren Kohle nach China und wollen Kanada dabei helfen, die klimaschädlichen Teersande der Provinz Alberta durch die USA auf die Weltmärkte zu pumpen. Manche fürchten gar, dass die USA mit ihrem unersättlichen Hunger nach immer mehr Rohstoffen auch innerhalb der eigenen Landesgrenzen auf dem Weg zu einem <a href="http://oilandglory.foreignpolicy.com/posts/2012/03/27/will_becoming_a_petro_state_change_the_american_character"><em>Petro-State</em></a> sind. <a href="http://www.zeit.de/2012/14/Amerika-Erdoel-Erdgas">Saudi-Amerika</a> trifft es da vielleicht ganz gut.</p>
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		<title>Technologie gegen Klimawandel</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/04/16/technologie-gegen-klimawandel/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 19:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili Fuhr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gastbeitrag von Ska Keller, Grüne Abgeordnete im Europaparlament, zu einem neuen Positionspapier der Europäischen  Grünen Der Klimawandel ist kaum noch aufzuhalten. Das 2-Grad-Ziel ist kaum noch zu erreichen. Höchste Zeit, die Anstrengungen zu verdoppeln. Die ohnehin schon armen Länder im globalen Süden sind vom Klimawandel am stärksten betroffen. In diesen Ländern sind es noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Gastbeitrag von <a href="http://www.ska-keller.de"><strong>Ska Keller</strong></a>, Grüne Abgeordnete im Europaparlament, zu einem neuen Positionspapier der Europäischen  Grünen<br />
</em></p>
<p>Der Klimawandel ist kaum noch aufzuhalten. Das 2-Grad-Ziel ist kaum noch zu erreichen. Höchste Zeit, die Anstrengungen zu verdoppeln. Die ohnehin schon armen Länder im globalen Süden sind vom Klimawandel am stärksten betroffen. In diesen Ländern sind es noch einmal die ärmsten Menschen, die am meisten unter ansteigenden Temperaturen, Wetterextremen, Versalzung der Böden, Bodenerosion und dergleichen leiden müssen. Hier sind Anpassungsmaßnahmen gefragt. Aber Entwicklungsländer können auch selbst etwas zur Verminderung des CO2-Ausstoßes tun, indem sie auf erneuerbare Energien setzen.</p>
<p>Anpassung und Erneuerbare Energien benötigen allerdings Technologien, die oft noch nicht in Entwicklungsländern verfügbar sind. Technologietransfer ist für diese beiden Aufgaben, aber auch für die Weiterentwicklung klimafreundlicher Technologien (davon schließe ich Atomkraft explizit aus) immens wichtig. Das wird auch international anerkannt und so unterstützen sowohl UNFCCC als auch sogar das TRIPS-Abkommen Technologietransfer.<span id="more-9483"></span></p>
<p>Trotzdem findet ein Transfer von klimafreundlichen Technologien kaum statt. Ein wichtiges &#8211; wenn auch nicht das einzige &#8211; Hindernis ist dabei die Patentfrage. Oft verhindert ein ganzes Dickicht an Patenten die Übertragung einer guten Idee dahin, wo sie gebraucht wird &#8211; in die Entwicklungsländer.</p>
<p>Die Grüne/EFA Fraktion im Europäischen Parlament hat jetzt ein Positionspapier verabschiedet, das verschiedene Handlungsoptionen benennt. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die jederzeit machbar sind, ohne langwierig internationale Verträge zu reformieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass durch öffentliche Mittel erreichte Innovationen nicht gewinnbringend privatisiert werden, sondern der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden müssen.</p>
<p>Die EU kann ebenfalls durch eine bessere Informationspolitik und durch Patentpools zur schnelleren Verbreitung von Technologien beitragen. Zudem sollte die EU Entwicklungsländer in der Ausübung der bereits bestehenden Patentflexibilitäten, die leider immer wieder in Frage gestellt werden, unterstützen. Wenn all das nichts hilft, muss man auch über Zwangslizenzen für wichtige Technologien in den am wenigsten entwickelten Ländern nachdenken. Um grüne Innovationen im öffentlichen Interesse voranzubringen, schlagen wir sogenannte &#8220;Prize Funds&#8221; vor. Dabei schreibt eine öffentliche Institution eine Summe aus für eine Innovation mit gewissen Bedingungen. Dadurch werden die Kosten der Innovation gedeckt und müssen nicht durch Patentlizenzen eingeholt werden.</p>
<p>All das ist bereits jetzt möglich und durch internationale Verträge geregelt, die Entwicklungsländern Flexibilitäten einräumen. Jedoch geht der Trend hin zu einer Verschärfung der geistigen Eigentumsrechte, wie wir zum Beispiel auch bei ACTA sehen. Wenn wir jedoch den Entwicklungsländern zugestehen wollen, den Klimawandel zu bekämpfen und Anpassungen vorzunehmen, ist ein Erhalt und Ausbau der Flexibilitäten unerlässlich.</p>
<p>Das Positionspapier der grünen Europafraktion findet man <a href="http://www.greens-efa.eu/technology-transfer-5486.html">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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