Hillary Clinton hat einen neuen US-Chefunterhändler für Klimawandel benannt.
Die Rede von Aussenministerin Clinton findet sich hier. Ein paar relevante Ausschnitte (Kommentare in kursiv von mir): (weiterlesen …)
Hillary Clinton hat einen neuen US-Chefunterhändler für Klimawandel benannt.
Die Rede von Aussenministerin Clinton findet sich hier. Ein paar relevante Ausschnitte (Kommentare in kursiv von mir): (weiterlesen …)
Aktuelle Klimastudien schaffen es zur Zeit häufiger in die Schlagzeilen, da sie meist sensationell beunruhigend sind. Diese hier toppt meiner Meinung nach vieles, was ich in den letzten Wochen gelesen habe: Eine aktuelle Studie in der Science Ausgabe vom 9. Januar 2009 sagt, dass bis 2100 durch den Klimawandel mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung von Nahrungsmittelknappheit bedroht sein wird. Und dabei berücksichtigt die Studie nur den Temperaturanstieg und nicht den auch noch zu erwartenden Wassermangel…
Eine kritische Bewertung und Einordnung der Studie findet sich auf ClimateProgress.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt übrigens auch eine Studie der FAO, die davon ausgeht, dass die Nahrungsmittelproduktion in Entwicklungsländern bis 2080 um 10 bis 20 % abnehmen wird.
Wenn man nun bedenkt, dass nicht nur die Klimakrise, sondern auch die Energiekrise (z.B. Ölpreise) und Finanzmarktkrise bzw. Weltwirtschaftskrise negative Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung der Armen haben und haben werden, ist es erstaunlich, wie friedlich diese Welt noch ist.
Foto: flickr.com von Generation X-Ray
UN Generalsekretär Ban Ki-moon hat in einem Leitartikel seine Bilanz des Jahres 2008 gezogen, und einen Blick nach vorne gewagt. Eine “Tour de horizon” der enormen Herausforderungen, der Klimawandel steht obenan. Er kündigt einen Klimagipfel am Beginn der 64. Vollversammlung der Vereinten Nationen an.
Man spürt dem Text den Respekt vor der Verantwortung an, die auf den politischen Führern der Welt lastet: “The reponsibility to deliver”. Und doch zeigt sich Ban Ki-moon verhalten optimistisch: Man stehe am Beginn einer neuen multilateralen Ära.
Hier ist der volle Text: (weiterlesen …)
Schon im letzten Blogeintrag habe ich auf einen provozierenden Beitrag von Tom Burke im britischen Independent verwiesen (Hervorhebungen durch mich).
War and recession, tragically familiar sources of human misery, dominated (…the new year headlines). Yet it was what was missing from them that provoked my unwelcome thought. In December, a meeting on an issue far more important to the future prosperity and security of everyone on earth will take place in Copenhagen. Yet, nowhere did its prospects make the front pages. Terrible though they are, war and recession pass. Climate change is for ever. (weiterlesen …)
Eine Institution des amerikanischen Geheimdienstes, die für globale strategische Fragen zuständig ist, der National Intelligence Council (NIC), hat in seinem 2025 Global Trends Report verschiedene globale Zukunftsszenarien vorgelegt. Eins der drei Szenarien nennt sich “October Surprise” und beschreibt eine Welt, in der die politischen Entscheidungsträger es versäumt haben, den Klimawandel zu stoppen. Hier ist ein Ausschnitt aus einem fiktiven Tagebucheintrag des amerikanischen Präsidenten vom 1. Oktober 2020:
Presidential Diary Entry
October 1, 2020
The term “October Surprise” keeps recurring in my mind…I guess we had it coming,
but it was a rude shock. Some of the scenes were like the stuff from the World War II
newsreels, only this time it was not Europe but Manhattan. Those images of the US
aircraft carriers and transport ships evacuating thousands in the wake of the flooding still stick in my mind. (weiterlesen …)
Der International Herald Tribune brachte heute gleich zwei klimapolitische Kommentare von hochrangigen Autoren auf seinen Meinungsseiten:
The Climate for Change von Al Gore argumentiert, dass die Antwort auf die Wirtschaftskrise, die Klimakrise, und die Energiesicherheits-Krise ein und dieselbe ist. Er legt dem Präsidenten Obama einen 5-Punkte-Plan ans Herz:
UPDATE: eine deutsche Übersetzung des Artikels findet sich hier.
Auf der selben Seite findet sich der Meinungsartikel “Crisis and opportunity“. Auch er unterstützt die Idee, die Wirtschaftskrise als die Chance zu begreifen, um Klimaschutz entschieden voranzutreiben.
Das spannende sind die Autoren: UN Generalsekretär Ban Ki Moon, und die drei Gastgeber der Klimakonferenzen COP13 (2007), COP14 (2008) und COP15 (2009): der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono, der polnische Premier Donald Tusk and sein dänischer Amtskollege Anders Fogh Rasmussen.
Wandel allenthalben. Haben wir nun also Grund zur Annahme, dass Polen seine Blockade des europäischen Klimapakets überdenken wird? Denn kaum etwas ist wichtiger für den globalen Klimaschutz als ein ambitioniertes Vorangehen der EU.
Dürfen wir hoffen – oder war das alles nicht so gemeint? Herr Tusk???
Die Bewältigung der Doppelkrise von Klima- und Energiesicherheit stellt für uns im recht wohlhabenden Westen eine mehrfache Herausforderung dar. Hierzu einige Thesen, die ich aus aktuellem Anlass verfasst habe:
1) Westeuropa und Nordamerika prägen immer noch weltweit die Vorstellung von „Entwicklung” und Erfolg, sie sind – wenn auch in schwindendem Maße – kulturell, medial, ökonomisch und technologisch Vorbild, weit über ihren Anteil an der Weltbevölkerung hinaus. (weiterlesen …)
David Miliband, britischer Aussenminister und früherer Umweltminister*, hat an seiner früheren “Alma mater”, der London School of Economics and Political Science, einen Vortrag gehalten. Interessant für alle, die sich für Klima & Sicherheit, Klima & Aussenpolitik interessieren, und ein “Follow-up” zu seinem gemeinsamen Artikel mit Aussenminister Steinmeier.
Seine Quintessenz: (weiterlesen …)
“Wie wir den Krieg gegen die Globale Erwärmung gewinnen” titelte das TIME-Magazin in der vergangenen Woche. TIME färbte dafür seinen berühmten, markenrechtlich geschützten roten Rand in Grün.
Krieg gegen den Klimawandel? Eine Metapher, die in den USA schneller von den Lippen geht als hierzulande. War on Cancer, War on Poverty, War on Drugs, War on Terror, War on Want – es wird schnell ein Krieg ausgerufen jenseits des Atlantiks. Google listet 23 Mio. Treffer für die Kombination “War on”, 175.000 für “War on Global Warming”, 204.000 für “War on Climate Change”. (weiterlesen …)
Das Royal United Services Institute (RUSI), ist eine altehrwürdige britische Institution. Schon 1831wurde sie auf Initiative des Duke of Wellington gegründet, zum Studium der Kriegskunst. Heute versteht sie sich als “leading forum in the UK for national and international Defence and Security”.
Nick Mabey, ehemaliger britischer Diplomat und nun Vorsitzender der kleinen aber feinen Umweltorganisation E3G, hat nun für RUSI ein neues Papier geschrieben: “Delivering Climate Security: International Security Responses to a Climate Changed World”. Sie finden eine Zusammenfassung hier, das ganze Papier kann man hier bestellen. (weiterlesen …)