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	<title>Kommentare für Klima der Gerechtigkeit</title>
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	<description>Klima der Gerechtigkeit</description>
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		<title>Kommentar zu Club of Rome mit neuem Bericht: &#8220;2052&#8243; von Bernhard</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/08/club-of-rome-mit-neuem-bericht-2052/#comment-1729</link>
		<dc:creator>Bernhard</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2012 18:03:52 +0000</pubDate>
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		<description>Aufruf anlässlich des Club of Rome Berichts “2052″

Menschenrechte, Demokratie und Lebensgrundlagenzerstörung

„Die rechtsförmliche Diskussion über die Würde des Menschen und die Auslegung durch den Richter sind ihrerseits, weit mehr als man denkt, von den ethischen Auffassungen der Bürger einer Kulturgemeinschaft abhängig. Diese moralische Urteilskraft ist in dem Wissen von gesellschaftlichen Institutionen gespeichert, die das Grundgesetz besonders schützt: die Familien, die Schulen, die freie Presse, den Rundfunk und die Universitäten, die Religionsgemeinschaften, oder die politischen Parteien.“*

Was neuerdings Leben, Freiheit und Würde des Menschen am meisten bedroht, zerstört und noch viel mehr zerstören wird, ist allerdings von seiner moralischen Bewertung her in krassem Missverhältnis um so weniger in diesen Institutionen gespeichert: Im Zuge einer rasenden Entwicklung sprengen wir mit technischen Anwendungen immer noch viel extremer als zuvor lokale und zeitliche Grenzen von Völkern und Generationen. Eine ältere Minderheit in den reichen und mächtigen Nationen des Planeten setzt so auf Kosten einer globalen, zukünftigen und überwältigenden Mehrheit ihre Lebensweise durch und verletzt so fortwährend und fundamental deren Rechte auf Würde, Freiheit und Leben.** Diese Menschen haben keine Chance dagegen zu protestieren oder abzustimmen. Dennoch sind sie in der traditionellen Moral der Institutionen nicht vorgesehen und auch in den Debatten und Auseinandersetzungen um Demokratie und Menschenrechte ist von ihnen fast nie die Rede.
Ich fordere dazu auf, in allen Institutionen die Rechte von von Menschen in besonders betroffenen Regionen des Planeten, von Kindern und vor allem von nachfolgenden Generationen zu repräsentieren, zu verteitigen und einzufordern. Wir machen uns der fahrlässigen Tötung schuldig, wenn wir dies unterlassen. Eine global und nachhaltig verträgliche Lebenweise, wird auch uns Hier und Jetzt insgeamt nur Vorteil und Gewinn bringen.***

*Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio – Einführung in das Grundgesetz, C. H. Beck 2011

** Club of Rome Bericht “2052″ s. z. B.: SZ – Warnung vor dem Kollaps

***http://www.fuehlenunddenken.de/2012/05/01/das-prinzip-nachhaltigkeit/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aufruf anlässlich des Club of Rome Berichts “2052″</p>
<p>Menschenrechte, Demokratie und Lebensgrundlagenzerstörung</p>
<p>„Die rechtsförmliche Diskussion über die Würde des Menschen und die Auslegung durch den Richter sind ihrerseits, weit mehr als man denkt, von den ethischen Auffassungen der Bürger einer Kulturgemeinschaft abhängig. Diese moralische Urteilskraft ist in dem Wissen von gesellschaftlichen Institutionen gespeichert, die das Grundgesetz besonders schützt: die Familien, die Schulen, die freie Presse, den Rundfunk und die Universitäten, die Religionsgemeinschaften, oder die politischen Parteien.“*</p>
<p>Was neuerdings Leben, Freiheit und Würde des Menschen am meisten bedroht, zerstört und noch viel mehr zerstören wird, ist allerdings von seiner moralischen Bewertung her in krassem Missverhältnis um so weniger in diesen Institutionen gespeichert: Im Zuge einer rasenden Entwicklung sprengen wir mit technischen Anwendungen immer noch viel extremer als zuvor lokale und zeitliche Grenzen von Völkern und Generationen. Eine ältere Minderheit in den reichen und mächtigen Nationen des Planeten setzt so auf Kosten einer globalen, zukünftigen und überwältigenden Mehrheit ihre Lebensweise durch und verletzt so fortwährend und fundamental deren Rechte auf Würde, Freiheit und Leben.** Diese Menschen haben keine Chance dagegen zu protestieren oder abzustimmen. Dennoch sind sie in der traditionellen Moral der Institutionen nicht vorgesehen und auch in den Debatten und Auseinandersetzungen um Demokratie und Menschenrechte ist von ihnen fast nie die Rede.<br />
Ich fordere dazu auf, in allen Institutionen die Rechte von von Menschen in besonders betroffenen Regionen des Planeten, von Kindern und vor allem von nachfolgenden Generationen zu repräsentieren, zu verteitigen und einzufordern. Wir machen uns der fahrlässigen Tötung schuldig, wenn wir dies unterlassen. Eine global und nachhaltig verträgliche Lebenweise, wird auch uns Hier und Jetzt insgeamt nur Vorteil und Gewinn bringen.***</p>
<p>*Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio – Einführung in das Grundgesetz, C. H. Beck 2011</p>
<p>** Club of Rome Bericht “2052″ s. z. B.: SZ – Warnung vor dem Kollaps</p>
<p>***<a href="http://www.fuehlenunddenken.de/2012/05/01/das-prinzip-nachhaltigkeit/" rel="nofollow">http://www.fuehlenunddenken.de/2012/05/01/das-prinzip-nachhaltigkeit/</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Zum Weltbankbericht &#8220;Inclusive Green Growth&#8221; von HL</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/13/zum-weltbankbericht-inclusive-green-growth/#comment-1728</link>
		<dc:creator>HL</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2012 15:16:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/?p=9559#comment-1728</guid>
		<description>Zum Umstand, dass UNEP und die Weltbank ihre Konzepte mit der uralten Hardinschen Tragedy of the Commons begründen: 
Wir sind bereits vor einiger Zeit auf diese hoch peinliche Begründung von UNEP gestoßen und haben daraufhin interveniert. Die Schäfchenwiesentragik war ursprünglich mal hier: http://www.unep.org/wed/greeneconomy/ 
Den Abschnitt über die „Tragedy of the commons“ haben sie daraufhin raus genommen und sich entschuldigt. Es sei nicht UNEP Position... Wir haben darauf verzichtet, alle weiteren Seiten nach Spuren der Tragikkomödie abzuzusuchen. 
Beim Eröffnungspanel von McPlanet hat sich UNEP- Chef Achim Steiner allerdings auch dieser tragischen Begründung bedient, so dass doch eine tiefere Verankerung der Überzeugung, die Allmende nur durch Privatisierung und Einhegung retten zu können, sichtbar wurde. 
Insofern ist es am Ende doch nicht verwunderlich, dass sie das einfach auf eine andere Subhomepage verschoben haben, (http://www.unep.org/wed/nature/  auf die Lili hier verlinkt hat. (Die beiden Seiten sind ansonsten identisch). Ein starkes Stück ist es aber allemal. 
Vielleicht sollten wir UNEP dieses kleine Filmchen für Einsteiger in &quot;Was sind Commons&quot; kredenzen?! Offensichtlich haben sich noch nicht mal die Basics rumgesprochen: Hier kann man den anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=k0ZWFPVBTws</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Umstand, dass UNEP und die Weltbank ihre Konzepte mit der uralten Hardinschen Tragedy of the Commons begründen:<br />
Wir sind bereits vor einiger Zeit auf diese hoch peinliche Begründung von UNEP gestoßen und haben daraufhin interveniert. Die Schäfchenwiesentragik war ursprünglich mal hier: <a href="http://www.unep.org/wed/greeneconomy/" rel="nofollow">http://www.unep.org/wed/greeneconomy/</a><br />
Den Abschnitt über die „Tragedy of the commons“ haben sie daraufhin raus genommen und sich entschuldigt. Es sei nicht UNEP Position&#8230; Wir haben darauf verzichtet, alle weiteren Seiten nach Spuren der Tragikkomödie abzuzusuchen.<br />
Beim Eröffnungspanel von McPlanet hat sich UNEP- Chef Achim Steiner allerdings auch dieser tragischen Begründung bedient, so dass doch eine tiefere Verankerung der Überzeugung, die Allmende nur durch Privatisierung und Einhegung retten zu können, sichtbar wurde.<br />
Insofern ist es am Ende doch nicht verwunderlich, dass sie das einfach auf eine andere Subhomepage verschoben haben, (<a href="http://www.unep.org/wed/nature/" rel="nofollow">http://www.unep.org/wed/nature/</a>  auf die Lili hier verlinkt hat. (Die beiden Seiten sind ansonsten identisch). Ein starkes Stück ist es aber allemal.<br />
Vielleicht sollten wir UNEP dieses kleine Filmchen für Einsteiger in &#8220;Was sind Commons&#8221; kredenzen?! Offensichtlich haben sich noch nicht mal die Basics rumgesprochen: Hier kann man den anschauen: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=k0ZWFPVBTws" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=k0ZWFPVBTws</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Zum Weltbankbericht &#8220;Inclusive Green Growth&#8221; von M.E.</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/13/zum-weltbankbericht-inclusive-green-growth/#comment-1725</link>
		<dc:creator>M.E.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 May 2012 19:35:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/?p=9559#comment-1725</guid>
		<description>Wenn man eine Wirtschaft und Gesellschaft etablieren wollte, die langfristig ressourcenpolitisch, klimapolitisch, ökologisch und sozial verantwortbar (bzw. verantwortlich) ist, müssten WIR ALLE komplett anders leben.
Das es natürlich graduelle Unterschiede des individuellen Änderungsbedarfs gibt, ist klar. Trotzdem gilt der erste Satz dieses Kommentars. Mitlesende Asketen mal ausgeschlossen. 

Und dann ist es ja nicht so, dass die OECD-Staaten schon auf einem guten Weg wären.
Klar kann man eigenes Versagen verstecken, indem man Hochemissions-Wirtschaftsbereiche auslagert, wie das verstärkt seit ca. 25 Jahren passiert. Dann fallen halt Emissionen der Schwerindustrie in China oder Brasilien an, die aber zum guten Teil auch der Importnachfrage der OECD-Staaten geschuldet sind.
Was bei denen zusätzlich zum steigenden Eigenbedarf Rohstoffverbräuche und Emissionen verschiedener Art in die Höhe treibt und sofort den mahnenden Zeigefinger seitens der OECD-Staaten zur Folge hat. Welche grenzenlose Heuchelei.

Die soziale Seite ist  ja offensichtlich: die sogenannten Industiestaaten (einige sind es ja kaum noch - nur noch Hochverbrauchsländer) können nur deshalb so leben und konsumieren, weil diese Lebensweise Milliarden anderer Menschen verwehrt ist. Damit stellt unsere Art des Lebens soziale Gerechtigkeit auf globaler Ebene schon mal ganz grundsätzlich ad absurdum.

Und zur Ressourcenfrage: so lange EU-Trawler die Fischgründe vor der westafrikanischen Küste plündern (für ein Handgeld für die örtliche Oligarchie), so lange das weitaus meiste Öl und Gas in die OECD-Staaten geht, so lange Palmöl aus den Monokulturwüsten Borneos und Kolumbiens hauptsächlich in diese Länder gehen, so lange große Mengen an Holz aus Amazonien in die nimmersatten Märkte der OECD-Staaten gehen, so lange sollten sich diese Länder mit Belehrungen über Ressourcennachhaltigkeit in Richtung der Entwicklungsländer sehr zurückhalten. 

Das Paradoxon ist: Länder, die sich auf Grund ihres Hochverbrauchsstatus (und damit induzierten Hochemissionsstatus) sogenannte grüne Ökonomie &quot;leisten&quot; könnten, sind ja gerade aus diesem ihren Status heraus garnicht in der Lage, grüne Ökonomie zu praktizieren. 
Daran ändern auch ein 5..-7%-Anteil an Wind- und Solarenergie am Gesamtenergieverbrauch in einzelnen dieser Länder oder eine gewisse Recyclingrate prinzipiell nichts, so lobenswert und notwendig solche Entwicklungen natürlich auch sind.
Grüne Ökonomie ist IMMER auch eine Suffizienzökonomie, von der der Westen Lichtjahre entfernt ist.

Ich leider auch. Trotz ehrlicher Bemühungen. Und wenn schon jemand, der schon bestimmte Einsichten gewonnen hat, nicht in erforderlichem (!) Ausmaß sein Leben zu ändern vermag, wie schwierig ist es dann erst für die Gesamtgesellschaften in den Hochverbrauchsländern, die ja eine völlig andere Fokussierung haben, als eine wirkliche Veränderung des Lebensstils?
Eine falsche Fokussierung, die auch immer mehr andere Länder erfasst, die zunehmend in einen Hochverbrauchsstatus hineinwachsen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man eine Wirtschaft und Gesellschaft etablieren wollte, die langfristig ressourcenpolitisch, klimapolitisch, ökologisch und sozial verantwortbar (bzw. verantwortlich) ist, müssten WIR ALLE komplett anders leben.<br />
Das es natürlich graduelle Unterschiede des individuellen Änderungsbedarfs gibt, ist klar. Trotzdem gilt der erste Satz dieses Kommentars. Mitlesende Asketen mal ausgeschlossen. </p>
<p>Und dann ist es ja nicht so, dass die OECD-Staaten schon auf einem guten Weg wären.<br />
Klar kann man eigenes Versagen verstecken, indem man Hochemissions-Wirtschaftsbereiche auslagert, wie das verstärkt seit ca. 25 Jahren passiert. Dann fallen halt Emissionen der Schwerindustrie in China oder Brasilien an, die aber zum guten Teil auch der Importnachfrage der OECD-Staaten geschuldet sind.<br />
Was bei denen zusätzlich zum steigenden Eigenbedarf Rohstoffverbräuche und Emissionen verschiedener Art in die Höhe treibt und sofort den mahnenden Zeigefinger seitens der OECD-Staaten zur Folge hat. Welche grenzenlose Heuchelei.</p>
<p>Die soziale Seite ist  ja offensichtlich: die sogenannten Industiestaaten (einige sind es ja kaum noch &#8211; nur noch Hochverbrauchsländer) können nur deshalb so leben und konsumieren, weil diese Lebensweise Milliarden anderer Menschen verwehrt ist. Damit stellt unsere Art des Lebens soziale Gerechtigkeit auf globaler Ebene schon mal ganz grundsätzlich ad absurdum.</p>
<p>Und zur Ressourcenfrage: so lange EU-Trawler die Fischgründe vor der westafrikanischen Küste plündern (für ein Handgeld für die örtliche Oligarchie), so lange das weitaus meiste Öl und Gas in die OECD-Staaten geht, so lange Palmöl aus den Monokulturwüsten Borneos und Kolumbiens hauptsächlich in diese Länder gehen, so lange große Mengen an Holz aus Amazonien in die nimmersatten Märkte der OECD-Staaten gehen, so lange sollten sich diese Länder mit Belehrungen über Ressourcennachhaltigkeit in Richtung der Entwicklungsländer sehr zurückhalten. </p>
<p>Das Paradoxon ist: Länder, die sich auf Grund ihres Hochverbrauchsstatus (und damit induzierten Hochemissionsstatus) sogenannte grüne Ökonomie &#8220;leisten&#8221; könnten, sind ja gerade aus diesem ihren Status heraus garnicht in der Lage, grüne Ökonomie zu praktizieren.<br />
Daran ändern auch ein 5..-7%-Anteil an Wind- und Solarenergie am Gesamtenergieverbrauch in einzelnen dieser Länder oder eine gewisse Recyclingrate prinzipiell nichts, so lobenswert und notwendig solche Entwicklungen natürlich auch sind.<br />
Grüne Ökonomie ist IMMER auch eine Suffizienzökonomie, von der der Westen Lichtjahre entfernt ist.</p>
<p>Ich leider auch. Trotz ehrlicher Bemühungen. Und wenn schon jemand, der schon bestimmte Einsichten gewonnen hat, nicht in erforderlichem (!) Ausmaß sein Leben zu ändern vermag, wie schwierig ist es dann erst für die Gesamtgesellschaften in den Hochverbrauchsländern, die ja eine völlig andere Fokussierung haben, als eine wirkliche Veränderung des Lebensstils?<br />
Eine falsche Fokussierung, die auch immer mehr andere Länder erfasst, die zunehmend in einen Hochverbrauchsstatus hineinwachsen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &#8220;Sustainable Energy for All&#8221; &#8211; Aber für wen genau? Welche Art von Energie? Und um welchen Preis? von Zum Weltbankbericht &#8220;Inclusive Green Growth&#8221; &#171; Klima der Gerechtigkeit</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/10/sustainable-energy-for-all-aber-fur-wen-genau-welche-art-von-energie-und-um-welchen-preis/#comment-1724</link>
		<dc:creator>Zum Weltbankbericht &#8220;Inclusive Green Growth&#8221; &#171; Klima der Gerechtigkeit</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 May 2012 11:16:41 +0000</pubDate>
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		<description>[...] sozial und ökologisch akzeptabel sind. Damit einhergeht der auch in anderen Reports (siehe z.B. hier) gemachte Fehler, die Debatte um die Grüne Ökonomie nicht mit dem Menschenrechtsregime in [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] sozial und ökologisch akzeptabel sind. Damit einhergeht der auch in anderen Reports (siehe z.B. hier) gemachte Fehler, die Debatte um die Grüne Ökonomie nicht mit dem Menschenrechtsregime in [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Menschenrechte in Rio+20: UN Special Rapporteurs schlagen Alarm von &#8220;Sustainable Energy for All&#8221; &#8211; Aber für wen genau? Welche Art von Energie? Und um welchen Preis? &#171; Klima der Gerechtigkeit</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/03/30/menschenrechte-in-rio20-un-special-rapporteurs-schlagen-alarm/#comment-1720</link>
		<dc:creator>&#8220;Sustainable Energy for All&#8221; &#8211; Aber für wen genau? Welche Art von Energie? Und um welchen Preis? &#171; Klima der Gerechtigkeit</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:08:19 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Allerdings gibt es genau bei der Betrachtung von großtechnologischen Optionen weitere Probleme: Der Fokus liegt auf Wasserkraft und Biomassenutzung. Aber genau hier ist es dringend nötig, einen normativen Rahmen aus Menschenrechten, sozialen und ökologischen Standards zu Grunde zu legen, um die potentiellen Folgen und Nebeneffekte solcher Technologien zu bewerten. Nicht alles, was grün ist, ist auch automatisch gerecht. Der Ansatz &#8220;Sustainable Energy for All&#8221; jedoch legt explizit Wert darauf, dass die Entscheidungen über die konkreten Technologien national getroffen werden und bezieht sich in keinster Weise auf geltende Menschenrechtsnormen und Standards. Genau das wird ja im Rio+20-Kontext bereits massiv kritisiert. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Allerdings gibt es genau bei der Betrachtung von großtechnologischen Optionen weitere Probleme: Der Fokus liegt auf Wasserkraft und Biomassenutzung. Aber genau hier ist es dringend nötig, einen normativen Rahmen aus Menschenrechten, sozialen und ökologischen Standards zu Grunde zu legen, um die potentiellen Folgen und Nebeneffekte solcher Technologien zu bewerten. Nicht alles, was grün ist, ist auch automatisch gerecht. Der Ansatz &#8220;Sustainable Energy for All&#8221; jedoch legt explizit Wert darauf, dass die Entscheidungen über die konkreten Technologien national getroffen werden und bezieht sich in keinster Weise auf geltende Menschenrechtsnormen und Standards. Genau das wird ja im Rio+20-Kontext bereits massiv kritisiert. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Club of Rome mit neuem Bericht: &#8220;2052&#8243; von M.E.</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/08/club-of-rome-mit-neuem-bericht-2052/#comment-1719</link>
		<dc:creator>M.E.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 May 2012 14:53:59 +0000</pubDate>
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		<description>Übrigens:
dass der Klimawandel das längerfristig absolut überragende Problem der Zukunft sein wird, ist hier wohl Konsens. Wenngleich natürlich nicht detailliert kalkulierbar, aber potenziell ein existenzielles Problem.
Aber für die nächsten 3 Jahrzehnte wird das Problem sowohl der natürlichen Lebensgrundlagen (Wasser, Boden, Wälder, Fisch usw) sowie der anderen physischen Wertschöpfungsgrundlagen (wichtige Rohstoffe) im Erleben der Menschen absolut an erster Stelle stehen, ergänzt durch die zunehmend dysfunktional werdenden Finanzmärkte und deren soziale Folgewirkungen.

Wenn der Club of Rome nun prophezeiht, dass das weltweite Bruttosozialprodukt im Jahr 2052 &quot;nur&quot; um 220% höher sein wird als heute (ich nehme an, das ist inflationsbereinigt gemeint, denn ansonsten wäre ja die Angabe in Unkenntnis der zukünftigen Inflationsentwicklung sinnlos), dann frage ich mich, womit dieses mehr als doppelte Weltsozialprodukt erwirtschaftetet werden soll.
Mit wesentlich weniger Öl, Gas, Kobalt, Silber, Phosphor und erodierenden natürlichen Wertschöpfungstreibern?
Ich halte die nicht sehr erbauliche Prognose dagegen, dass es in den 20er bis 40er Jahren zu einem rasanten Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung kommen wird. Denn schon die Zurverfügungstellung der knapper werdenden physischen Wertschöpfungsbasis wird einen immer größeren Anteil der sinkenden Gesamtwertschöpfung absorbieren.
Und die Wirtschaft wird sich immer mehr auf die Lebensbasisbedürfnisse fokussieren müssen, weil darüber hinaus garnicht mehr sehr viel Wertschöpfungsvolumen übrig bleiben wird.
So werden zum Beispiel angesichts einer immer mehr demechanisierten Landwirtschaft in den ölimportabhängigen Ländern wieder sehr viel mehr Menschen in diesem primären Wirtschaftssektor arbeiten müssen, mit entsprechend wesentlich geringerer Pro-Kopf-Wertschöpfung.

Selbst der Club of Rome hängt also einer, wengleich abgemilderten, Wachstumsideologie an.
Das wundert mich, denn Randers als Co-Autor von Meadows schien mir schon mal weiter zu sein mit seiner Erkenntnis. Meadows sieht das nach meiner Kenntnis etwa in der Weise, wie ich es hier dargestellt habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Übrigens:<br />
dass der Klimawandel das längerfristig absolut überragende Problem der Zukunft sein wird, ist hier wohl Konsens. Wenngleich natürlich nicht detailliert kalkulierbar, aber potenziell ein existenzielles Problem.<br />
Aber für die nächsten 3 Jahrzehnte wird das Problem sowohl der natürlichen Lebensgrundlagen (Wasser, Boden, Wälder, Fisch usw) sowie der anderen physischen Wertschöpfungsgrundlagen (wichtige Rohstoffe) im Erleben der Menschen absolut an erster Stelle stehen, ergänzt durch die zunehmend dysfunktional werdenden Finanzmärkte und deren soziale Folgewirkungen.</p>
<p>Wenn der Club of Rome nun prophezeiht, dass das weltweite Bruttosozialprodukt im Jahr 2052 &#8220;nur&#8221; um 220% höher sein wird als heute (ich nehme an, das ist inflationsbereinigt gemeint, denn ansonsten wäre ja die Angabe in Unkenntnis der zukünftigen Inflationsentwicklung sinnlos), dann frage ich mich, womit dieses mehr als doppelte Weltsozialprodukt erwirtschaftetet werden soll.<br />
Mit wesentlich weniger Öl, Gas, Kobalt, Silber, Phosphor und erodierenden natürlichen Wertschöpfungstreibern?<br />
Ich halte die nicht sehr erbauliche Prognose dagegen, dass es in den 20er bis 40er Jahren zu einem rasanten Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung kommen wird. Denn schon die Zurverfügungstellung der knapper werdenden physischen Wertschöpfungsbasis wird einen immer größeren Anteil der sinkenden Gesamtwertschöpfung absorbieren.<br />
Und die Wirtschaft wird sich immer mehr auf die Lebensbasisbedürfnisse fokussieren müssen, weil darüber hinaus garnicht mehr sehr viel Wertschöpfungsvolumen übrig bleiben wird.<br />
So werden zum Beispiel angesichts einer immer mehr demechanisierten Landwirtschaft in den ölimportabhängigen Ländern wieder sehr viel mehr Menschen in diesem primären Wirtschaftssektor arbeiten müssen, mit entsprechend wesentlich geringerer Pro-Kopf-Wertschöpfung.</p>
<p>Selbst der Club of Rome hängt also einer, wengleich abgemilderten, Wachstumsideologie an.<br />
Das wundert mich, denn Randers als Co-Autor von Meadows schien mir schon mal weiter zu sein mit seiner Erkenntnis. Meadows sieht das nach meiner Kenntnis etwa in der Weise, wie ich es hier dargestellt habe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Club of Rome mit neuem Bericht: &#8220;2052&#8243; von M.E.</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/08/club-of-rome-mit-neuem-bericht-2052/#comment-1718</link>
		<dc:creator>M.E.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:44:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/?p=9533#comment-1718</guid>
		<description>Ja, Georg,
welche Zukunft wir wollen... 
Bestimmt nicht eine, die geprägt ist von einer Vielzahl von Fakten, die hier nur mal völlig willkürlich herausgepickt sein sollen:

-durch die Plünderung fast nicht erneuerbarer Grundwasseraquifere in Indien mit einer jährlichen Wasserentnahme von 250 Kubikkilometern mittels 22 Millionen Elektropumpen (macht sagenhafte 200000 Liter pro Inder pro Jahr) wird durch deren weitgehende Erschöpfung in etwa 20 Jahren die &quot;grüne Revolution&quot; mit steigenden Hektarerträgen und einer zusätzlichen Ernte während der 8-monatigen Trockenzeit ein plötzliches Ende finden.
Mit anderen Worten: wenn die Bevölkerung Indiens der 1,5-Milliarden-Grenze zusteuert, werden nur noch ca. 700 Millionen Menschen zu ernähren sein. Bei einem im Stadium der Zerrüttung befindlichen Weltagrarmarkt.
Ähnliche Einschätzung muss für eine Reihe anderer Länder getroffen werden: Pakistan, Bangladesch, Nordostchina, westlicher Corn-belt in den USA, Saudi-Arabien usw.

-in Ägypten wird in den nächsten 20 Jahren eine 7000-jährige Ackerbaukultur zu Ende gehen durch das fortlaufende Fehlen fruchtbaren Nil-Schlamms, der sich nun im Nasser-Stausee nutzlos ablagert.
Das Nildelta als Haupternährungsbasis wird in 20...30 Jahren fast völlig versalzen und überbaut sein. Bei dann 120 Millionen Ägyptern.

-der Fischfang in weiten Bereichen der Ozeane wird vor dem Kollaps stehen, ebenso in den Binnengewässern von Ländern mit großer Bevölkerung. Die Aquakulturen werden sich infolge des immer teurer werdenden großen Inputs von Energie, Fischnahrung (teils in Form kleiner Fische, die dafür gefangen werden) und immer größeren Massen an Antibiotika als untauglich für den den Ersatz des kollabierenden Wildfischfangs erweisen

-etwa zum Ende der 20er Jahre wird es zu einem stärkeren Rückgang der Phospatbereitstellung kommen, was einen der 3 wichtigsten Pflanzennährstoffe drastisch verknappen wird.
Und bei Knappheit auch nur einer dieser 3 Nährstoffe (Phosphor, Stickstoff, Kalium) sinken die Hektarerträge erheblich.

-die Verluste an Ackerböden durch Wasser- und Winderosion, Überbauung, Versalzung, Desertifikation, Versauerung, Degradation werden beschleunigt weitergehen. Erst kürzlich wurde zum Beispiel in China die als sehr kritisch geltende Grenze von 120 Millionen Hektar unterschritten. Vor 40 Jahren waren es 30 Millionen Hektar mehr.

Nun Schluß mit dieser unerfreulichen willkürlichen Aufzählung. Der Problemkreis Klimaänderung oder Peak Oil und dessen Auswirkungen ist nicht einmal darin enthalten.

Nein, es wird nicht die Zukunft sein, die wir wollen. Dass sich Deutschland mit seinen realtiv wenig erodierenden Böden und (bisher) ganzjährigen moderaten Niederschlägen dagegen fast auf einer Insel der Glückseeligen befindet, kann angesichts dieser Entwicklung in bevölkerungsreichen Ländern kaum trösten. Zumal die Schockwellen dieser Entwicklung uns auch stark betreffen werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Georg,<br />
welche Zukunft wir wollen&#8230;<br />
Bestimmt nicht eine, die geprägt ist von einer Vielzahl von Fakten, die hier nur mal völlig willkürlich herausgepickt sein sollen:</p>
<p>-durch die Plünderung fast nicht erneuerbarer Grundwasseraquifere in Indien mit einer jährlichen Wasserentnahme von 250 Kubikkilometern mittels 22 Millionen Elektropumpen (macht sagenhafte 200000 Liter pro Inder pro Jahr) wird durch deren weitgehende Erschöpfung in etwa 20 Jahren die &#8220;grüne Revolution&#8221; mit steigenden Hektarerträgen und einer zusätzlichen Ernte während der 8-monatigen Trockenzeit ein plötzliches Ende finden.<br />
Mit anderen Worten: wenn die Bevölkerung Indiens der 1,5-Milliarden-Grenze zusteuert, werden nur noch ca. 700 Millionen Menschen zu ernähren sein. Bei einem im Stadium der Zerrüttung befindlichen Weltagrarmarkt.<br />
Ähnliche Einschätzung muss für eine Reihe anderer Länder getroffen werden: Pakistan, Bangladesch, Nordostchina, westlicher Corn-belt in den USA, Saudi-Arabien usw.</p>
<p>-in Ägypten wird in den nächsten 20 Jahren eine 7000-jährige Ackerbaukultur zu Ende gehen durch das fortlaufende Fehlen fruchtbaren Nil-Schlamms, der sich nun im Nasser-Stausee nutzlos ablagert.<br />
Das Nildelta als Haupternährungsbasis wird in 20&#8230;30 Jahren fast völlig versalzen und überbaut sein. Bei dann 120 Millionen Ägyptern.</p>
<p>-der Fischfang in weiten Bereichen der Ozeane wird vor dem Kollaps stehen, ebenso in den Binnengewässern von Ländern mit großer Bevölkerung. Die Aquakulturen werden sich infolge des immer teurer werdenden großen Inputs von Energie, Fischnahrung (teils in Form kleiner Fische, die dafür gefangen werden) und immer größeren Massen an Antibiotika als untauglich für den den Ersatz des kollabierenden Wildfischfangs erweisen</p>
<p>-etwa zum Ende der 20er Jahre wird es zu einem stärkeren Rückgang der Phospatbereitstellung kommen, was einen der 3 wichtigsten Pflanzennährstoffe drastisch verknappen wird.<br />
Und bei Knappheit auch nur einer dieser 3 Nährstoffe (Phosphor, Stickstoff, Kalium) sinken die Hektarerträge erheblich.</p>
<p>-die Verluste an Ackerböden durch Wasser- und Winderosion, Überbauung, Versalzung, Desertifikation, Versauerung, Degradation werden beschleunigt weitergehen. Erst kürzlich wurde zum Beispiel in China die als sehr kritisch geltende Grenze von 120 Millionen Hektar unterschritten. Vor 40 Jahren waren es 30 Millionen Hektar mehr.</p>
<p>Nun Schluß mit dieser unerfreulichen willkürlichen Aufzählung. Der Problemkreis Klimaänderung oder Peak Oil und dessen Auswirkungen ist nicht einmal darin enthalten.</p>
<p>Nein, es wird nicht die Zukunft sein, die wir wollen. Dass sich Deutschland mit seinen realtiv wenig erodierenden Böden und (bisher) ganzjährigen moderaten Niederschlägen dagegen fast auf einer Insel der Glückseeligen befindet, kann angesichts dieser Entwicklung in bevölkerungsreichen Ländern kaum trösten. Zumal die Schockwellen dieser Entwicklung uns auch stark betreffen werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Bald Millionen für Geo-Engineering dank &#8220;Virgin Earth Challenge&#8221;? von M.E.</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/06/virgina-earth-challenge-goes-geo-engineering/#comment-1717</link>
		<dc:creator>M.E.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 May 2012 10:50:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/?p=9480#comment-1717</guid>
		<description>Hallo Jörg Haas,
das, was in guten Wertschöpfungszeiten der letzten Jahrzehnte nicht gemacht wurde, wird in weitaus schlechteren Wertschöpfungszeiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gemacht.
Im Verlauf dieses Jahrzehnts wird Peak Oil (im Sinne von all liquids) überschritten, in der zweiten Hälfte der 20er Jahre dann wohl Peak Gas (inklusive der unkonventionellen Gasförderung) und in ca. 20 Jahren vermutlich Peak Coal.
Das an sich ist ja ein Hoffnungsschimmer, dass wenigstens die Steigerung der CO2-Emissionen nicht ewig weitergeht und irgendwann alleine schon durch Verfügbarkeitsrückgang an fossilen Energieträgern zu sinken beginnt.
Das heißt aber auch: große globale Investitionen zum Beispiel zur Reduzierung des CO2-Anteils lassen sich immer weniger durch sonstige Wertschöpfung finanziell leisten. Zumal ohnehin das dafür notwendige Finanzwesen, das die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen muss, durch eigene Widersprüche und durch erwähnte Wertschöpfungserosion, zunehmend handlungsunfähig wird. Von Handlungsunwilligkeit ganz zu schweigen.

Die Wertschöpfungserosion wird übrigens besonders rasant in den 20er und 30er Jahren besonders in den öl- und gasimportabhängigen Industrieländern sowie in den importabhängigen Schwellenländern voranschreiten. Denn der Verfügbarkeitsrückgang zuerst bei Öl und dann bei Gas in diesen Ländern wird erheblich stärker ausgeprägt sein, als in den Ländern mit nennenswerter eigener Förderung.

Die Realität ist eben mitunter paradox: der aus Kliamgesichtspunkten positiv zu bewertende rasante Verfügbarkeitsrückgang an fossilen Import-Energierohstoffen in den Hochverbrauchs- und Hochemissionsländern während der nächsten Jahrzehnte bremst gleichzeitig deren Fähigkeit aus, finanzielle Mittel in Billionenhöhe zur Bewältigung von Zukunftsinvestitonen zu erwirtschaften und bereitzustellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Jörg Haas,<br />
das, was in guten Wertschöpfungszeiten der letzten Jahrzehnte nicht gemacht wurde, wird in weitaus schlechteren Wertschöpfungszeiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gemacht.<br />
Im Verlauf dieses Jahrzehnts wird Peak Oil (im Sinne von all liquids) überschritten, in der zweiten Hälfte der 20er Jahre dann wohl Peak Gas (inklusive der unkonventionellen Gasförderung) und in ca. 20 Jahren vermutlich Peak Coal.<br />
Das an sich ist ja ein Hoffnungsschimmer, dass wenigstens die Steigerung der CO2-Emissionen nicht ewig weitergeht und irgendwann alleine schon durch Verfügbarkeitsrückgang an fossilen Energieträgern zu sinken beginnt.<br />
Das heißt aber auch: große globale Investitionen zum Beispiel zur Reduzierung des CO2-Anteils lassen sich immer weniger durch sonstige Wertschöpfung finanziell leisten. Zumal ohnehin das dafür notwendige Finanzwesen, das die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen muss, durch eigene Widersprüche und durch erwähnte Wertschöpfungserosion, zunehmend handlungsunfähig wird. Von Handlungsunwilligkeit ganz zu schweigen.</p>
<p>Die Wertschöpfungserosion wird übrigens besonders rasant in den 20er und 30er Jahren besonders in den öl- und gasimportabhängigen Industrieländern sowie in den importabhängigen Schwellenländern voranschreiten. Denn der Verfügbarkeitsrückgang zuerst bei Öl und dann bei Gas in diesen Ländern wird erheblich stärker ausgeprägt sein, als in den Ländern mit nennenswerter eigener Förderung.</p>
<p>Die Realität ist eben mitunter paradox: der aus Kliamgesichtspunkten positiv zu bewertende rasante Verfügbarkeitsrückgang an fossilen Import-Energierohstoffen in den Hochverbrauchs- und Hochemissionsländern während der nächsten Jahrzehnte bremst gleichzeitig deren Fähigkeit aus, finanzielle Mittel in Billionenhöhe zur Bewältigung von Zukunftsinvestitonen zu erwirtschaften und bereitzustellen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Bald Millionen für Geo-Engineering dank &#8220;Virgin Earth Challenge&#8221;? von Georg Koessler</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/06/virgina-earth-challenge-goes-geo-engineering/#comment-1716</link>
		<dc:creator>Georg Koessler</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 May 2012 10:30:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/?p=9480#comment-1716</guid>
		<description>Das kann ja alles sein - leider sogar sehr wahrscheinlich - aber zum jetzigen Zeitpunkt ist die Debatte um Geo-Engineering zwar politisch wichtig, aber/weil der Einsatz der Technologien gerade umso kontraproduktiver (ist).
Die Technologien sind ja nun sehr weit entwickelt und &quot;global rush on geo-engineering&quot; würde nur einen &quot;moral hazard&quot; auslösen. D.h., die billige Vermeidung durch Geo-Engineering würde der notwenigen Transformation vorgeschoben werden. So funktioniert Politik heute nunmal. 
Solar Radiation Management (SRM) versucht ja, die Sonnenstrahlung zu verringern. Das ist hoch riskant, aber schnell und billig. Das willst auch Du nicht, Jörg - das ist grober Unfug!
Carbon Dioxide Reduction (CDR) ist faktisch CCS-hoch-zehn (wie u.a. von M.E. beschrieben). Das ist zwar etwas weniger riskant, aber sehr teuer und sehr langsam - es hilft also gegen die Kipppunkte im Klimasystem herzlich wenig. (Vielleicht brauchen wir es später, nach 2050, mal, aber da müssen wir uns jetzt nicht kirre machen. Strenge Grundlagenforschung ja, mehr nicht!)

Generell ist es also ein heikles Spiel, weil 

a) SRM-Technologien von &quot;rogue actors&quot; leicht durchführbar und generell schwer zu regulieren sind (wollen wir das wirklich auf dem Tisch liegen haben?); und 

b) CDR-Techn. sich nur dann rechnen, wenn sie im Carbon Market sind. Da einmal drin, würden sie aber nicht mehr einer politischen, sondern einer Profitlogik folgen - mit bekannten Risiken. (Wir werden uns vielleicht noch nach dem CDM, HCF23 usw zurücksehnen!)

LG,
:) Georg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das kann ja alles sein &#8211; leider sogar sehr wahrscheinlich &#8211; aber zum jetzigen Zeitpunkt ist die Debatte um Geo-Engineering zwar politisch wichtig, aber/weil der Einsatz der Technologien gerade umso kontraproduktiver (ist).<br />
Die Technologien sind ja nun sehr weit entwickelt und &#8220;global rush on geo-engineering&#8221; würde nur einen &#8220;moral hazard&#8221; auslösen. D.h., die billige Vermeidung durch Geo-Engineering würde der notwenigen Transformation vorgeschoben werden. So funktioniert Politik heute nunmal.<br />
Solar Radiation Management (SRM) versucht ja, die Sonnenstrahlung zu verringern. Das ist hoch riskant, aber schnell und billig. Das willst auch Du nicht, Jörg &#8211; das ist grober Unfug!<br />
Carbon Dioxide Reduction (CDR) ist faktisch CCS-hoch-zehn (wie u.a. von M.E. beschrieben). Das ist zwar etwas weniger riskant, aber sehr teuer und sehr langsam &#8211; es hilft also gegen die Kipppunkte im Klimasystem herzlich wenig. (Vielleicht brauchen wir es später, nach 2050, mal, aber da müssen wir uns jetzt nicht kirre machen. Strenge Grundlagenforschung ja, mehr nicht!)</p>
<p>Generell ist es also ein heikles Spiel, weil </p>
<p>a) SRM-Technologien von &#8220;rogue actors&#8221; leicht durchführbar und generell schwer zu regulieren sind (wollen wir das wirklich auf dem Tisch liegen haben?); und </p>
<p>b) CDR-Techn. sich nur dann rechnen, wenn sie im Carbon Market sind. Da einmal drin, würden sie aber nicht mehr einer politischen, sondern einer Profitlogik folgen &#8211; mit bekannten Risiken. (Wir werden uns vielleicht noch nach dem CDM, HCF23 usw zurücksehnen!)</p>
<p>LG,<br />
 <img src='http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Georg</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Bald Millionen für Geo-Engineering dank &#8220;Virgin Earth Challenge&#8221;? von Jörg Haas</title>
		<link>http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/2012/05/06/virgina-earth-challenge-goes-geo-engineering/#comment-1715</link>
		<dc:creator>Jörg Haas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2012 20:36:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://klima-der-gerechtigkeit.boellblog.org/?p=9480#comment-1715</guid>
		<description>Natürlich macht es keinen Sinn, CO2 aus hochverdünnter Atmosphäre rauszufiltern, solange es im Abgasstrom von Kraftwerken hochkonzentriert vorliegt.
Aber selbst wenn wir weltweit bis 2060 auf 100% Erneuerbaren sind, werden wir  bis 2100 massiv das bereits zuviel in der Atmosphäre vorhandene CO2 wieder rausziehen müssen, um das Schlimmste zu vermeiden. Wir werden weit über dem zuträglichen kumulativen CO2-Ausstoss sein, und dagegen hilft dann eben nur CO2-negative Technologien.
Siehe z.B. http://www.thefifthestate.com.au/archives/7128</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich macht es keinen Sinn, CO2 aus hochverdünnter Atmosphäre rauszufiltern, solange es im Abgasstrom von Kraftwerken hochkonzentriert vorliegt.<br />
Aber selbst wenn wir weltweit bis 2060 auf 100% Erneuerbaren sind, werden wir  bis 2100 massiv das bereits zuviel in der Atmosphäre vorhandene CO2 wieder rausziehen müssen, um das Schlimmste zu vermeiden. Wir werden weit über dem zuträglichen kumulativen CO2-Ausstoss sein, und dagegen hilft dann eben nur CO2-negative Technologien.<br />
Siehe z.B. <a href="http://www.thefifthestate.com.au/archives/7128" rel="nofollow">http://www.thefifthestate.com.au/archives/7128</a></p>
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