Die deutsche Energiewende wird weltweit genau beobachtet. Während Befürworter des Ausbaus der erneuerbaren Energien die Übertragbarkeit der deutschen Erfahrungen unterstreichen, warnen die Interessen des fossil-nuklearen Systems davor und blähen vermeintliche und reale Schwächen des Atomausstiegs und des Umstiegs auf erneuerbare Energien auf. (weiterlesen …)
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Exportschlager Energiewende
Mühsamer Kraftakt: AKW-Neubau in den USA genehmigt
In den USA ist nach mehr als 30 Jahren wieder der Bau neuer Atomreaktoren genehmigt worden. Wann oder ob überhaupt das AKW ans Netz geht, ist offen. Dass die US-Atombehörde den Bau gerade jetzt genehmigt, ist ein handfester Skandal.
USA: Renaissance der Atomkraft titelt der Focus, ähnlich wie die FTD, Spiegel Online und andere Zeitungen. Heute sei „ein historischer Tag“, so der Präsident des Nuclear Energy Institute, der US-Atomlobby .
Falsch. Das Urteil ist irreführend. Von einer Renaissance der Atomkraft in den USA kann weit und breit keine Rede sein. Was wir diese Tage sehen, ist der Zwischenschritt eines mühsamen Kraftaktes der Atomindustrie, der Milliarden an Subventionen von Steuerzahlern (Bürgschaft über mehr als 8 Mrd. USD) und Gebühren von Stromkunden verschlingt.
Heute wurde von der Nationalen Atombehörde NRC nur der Antrag auf den Bau des Atomkraftwerkes in Georgia genehmigt. Es wird noch lange dauern, bis das AKW ans Netz geht, wenn überhaupt: Schon häufiger wurden in den USA Spatenstiche für neue AKWs gefeiert, die schließlich nie zu Ende gebaut wurden, wie die Anti-Atomorganisation Beyond Nuclear erinnert. (weiterlesen …)
Mit deutschem Vorbild: Atomausstieg in Vermont
Wenn Deutschland aus der Atomkraft aussteigen kann, dann sollte Vermont das auch gelingen. Das ist das Fazit von Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, nach einer Reise durch den Bundesstaat im Nordosten der USA. (weiterlesen …)
Deutschland, Schaufenster der globalen Energiewende
Letzte Woche hat der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Früher und sichtbarer als andere Länder macht sich Deutschland auf den Weg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien. „Wenn jemand das schafft, dann ihr Deutsche“ sagen mir viele amerikanischen Freunde. Als im Ausland lebender Grüner werde ich da glatt ein wenig patriotisch.
Die USA hinkt weit zurück- sowohl in der Atompolitik, als auch generell beim Umbau der Energieversorgung. Die Abhängigkeit von vermeintlich billiger fossiler und nuklearer Energie schwächt die Vereinigten Staaten in ihrer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähgikeit, wie Geschäftsführer Jürgen Maier treffend in der jüngsten Ausgabe des Rundbriefs im Forum Umwelt & Entwicklung beschreibt:
Iowa: AKW-Neubau gestoppt
Der Energieversorger MidAmerican Energy will ein neues AKW in Iowa bauen. Das wird teuer. Doch der Atomkonzern und ihm freundlich gesinnte Politiker haben einen durchtriebenen Plan ausgeheckt. Stromkunden sollen den Bau des AKWs über eine Atomumlage vorfinanzieren. (weiterlesen …)
US-Atomlobby: The (Nuclear) Empire Strikes back!
Über die US-Atomlobby und ihren Einfluss auf‘s politische Geschäft haben wir hier schon häufiger gebloggt. In den USA dagegen findet man solche Artikel selten und wenn, dann finden diese wenig Beachtung. Kürzlich habe ich auf The Grist, einem der großen Klimablogs in den USA, dazu geschrieben. Jetzt schlägt die Atomlobby zurück.
Angela Merkel, Barack Obama und der deutsche Atomausstieg
Mit einer Mischung aus Erstaunen und Neid blickt das Ausland diese Tage nach Berlin. Dass eine Wirtschaftsmacht wie Deutschland in nur zehn Jahren aus der Atomkraft aussteigt, halten viele internationale Beobachter für ambitioniert, manche für unrealistisch. Die Washington Post spricht von panischer Überreaktion, der Economist warnt vor einer instabilen Energieversorgung. Doch in die Skepsis mischt sich auch Neugier. Denn die Deutschen haben sich zum globalen Marktführer in den erneuerbaren Energien gemausert. Noch dazu ist es eine konservative Regierung, die bei der Energiewende aufs Tempo drückt.
Mehrheit der Amerikaner gegen Atomausstieg
Fast zwei Drittel aller Deutschen sind für einen Atomausstieg innerhalb von fünf Jahren. In den USA sind es nicht einmal die Hälfte davon, obwohl das Land weniger von der Atomstromproduktion abhängig ist als Deutschland. Woran liegt’s?









