13. Januar 2012,
von Lili Fuhr,
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Ein Plan B ist immer gut, wenn Plan A scheitern kann. Aber manchmal ist Plan A auch einfach zu anstrengend und Plan B dagegen viel angenehmer. Plan A in der Klimapolitik ist ein globales rechtlich verbindliches ambitioniertes und faires Abkommen, um gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Ob die Weltgemeinschaft dem in Durban einen Schritt näher gekommen ist, darüber kann man streiten. Aber zumindest wird weiter daran gearbeitet und es kann noch gelingen – allerdings kaum rechtzeitig, da bis 2020 wenig geschehen wird. (Eine genauere Analyse des Ergebnisses der COP 17 in Durban gibt es hier.).
Spiegel Online titelt heute, dass Forscher ganz einfache Wege gefunden haben, um den Klimawandel zu begrenzen, eine Art Abkürzung zum Ziel, da die Klimaverhandlungen in Durban ja mal wieder gescheitert seien. Es geht um einen aktuellen Artikel in der Zeitschrift Science, in dem ein Team von Forscher/innen eine Vielzahl von Methoden geprüft hat und zum Schluss kommt, dass es am effektivsten sei, sich auf die Reduzierung von Methan- und Rußemissionen zu konzentrieren. Damit könnte bis 2050 die Erwärmung um 0,5 °C reduziert werden. Außerdem erhöht das die Luftqualität – ein toller Nebeneffekt.
Warum um alles in der Welt verplempern wir also immer noch unsere Zeit mit der schwierigen Frage, wie der CO2-Ausstoß zu reduzieren sei und stecken so viel Energie, Zeit, Ressourcen und Flugemissionen in einen internationalen Verhandlungsprozess, der fast aussichtslos erscheint? Warum nicht Plan A aufgeben und gleich alle Energie in die Umsetzung von Plan B stecken?
Dafür gibt es viele und sehr wichtige Argumente. (weiterlesen…)
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23. November 2011,
von Lili Fuhr,
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Kurz vor dem Klimagipfel in Kopenhagen – also genau vor zwei Jahren – wurde die Klimawissenschaft von einem Skandal erschüttert, der inzwischen als “Climategate” in die Geschichte eingegangen ist. Hacker hatten tausende von Emails vom Server der Climate Research Unit der Universität von East Anglia veröffentlicht, aus denen angeblich hervorging, dass die Klimawissenschaft die Öffentlichkeit vorsetzlich täuschen würde. Obwohl die betroffenen Wissenschaftler/innen in fast allen Punkten entlastet wurden war diese perfide Strategie der Klimaskeptiker sehr erfolgreich dabei, Zweifel zu säen, wenn Entschlossenheit am meisten gebraucht wurde (siehe Rückblick nach einem Jahr von Stefan Rahmstorf)
So ist es bestimmt kein Zweifel, dass nun genau zwei Jahre später – kurz vor dem Klimagipfel in Durban, Südafrika – weitere Emails (vermutlich 2009 eroberte und zurückgehaltene) veröffentlich werden, um den gleichen Effekt zu erreichen (aktueller Bericht des Guardian).
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19. September 2011,
von Lili Fuhr,
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Eigentlich sollte ich mich freuen, wenn die Financial Times einen Artikel zum Thema Klimapolitik veröffentlicht, oder? Vor allem, da es sich in Zeiten von Eurokrise und Schuldenfalle geradezu um eine Rarität handelt. Aber der Artikel “Climate change: who cares anymore?” von Simon Kuper hinterlässt doch einen sehr bitteren Beigeschmack. Kuper zitiert das “Eiserne Gesetz” des Wissenschaftlers Roger Pielke: “When policies focused on economic growth confront policies focused on emissions reductions, it is economic growth that will win out every time.”
Und natürlich hat er Recht: Eigentlich ist es für das Klima egal, wer als nächstes Präsident der USA werden wird. Die USA wird unter keinem neuen Präsidenten in den nächsten 10 Jahren einem international rechtlichen Abkommen zustimmen. Die reichen Industrieländer tun allesamt nicht genug und hinter dem politischen Unwillen steckt auch die Sicherheit, dass man sich mit genügend Geld jederzeit die notwendige Anpassung an Klimafolgen leisten kann. Das ist bitter, wahr und wichtig. (weiterlesen…)
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18. August 2011,
von Arne Jungjohann,
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Rick Perry- Liebling der Tea Party
Im Wahlkampf der Republikaner ist ein neuer Kandidat aufgetaucht, der gute Chancen hat, sich durchzusetzen. Rick Perry ist Gouverneur von Texas und fällt vor allem dadurch auf, dass er den Klimawandel herunterspielt. Seinen Wahlkampf lässt er sich von der fossilen Lobby finanzieren.
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16. September 2010,
von Lili Fuhr,
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Eigentlich wussten wir es ja schon immer: Frauen sind das klügere Geschlecht und bescheiden dazu. Männer dagegen meinen nur, sie wüssten mehr. Für das Themenfeld Klimawandel ist das nun wissenschaftlich belegt: Frauen sind besser über klimawissenschaftliche Fakten informiert und nehmen die Gefahr auch ernster als Männer. Männer wiederum wissen zwar weniger, beurteilen aber ihr eigenes Wissen höher und machen sich grundsätzlich weniger Sorgen (schöne Tabelle dazu auf Climateprogress).
Das gibt mir in mehrfacher Hinsicht zu Denken:
- Die politische Entscheidungsmacht in den meisten Ländern der Welt liegt zu einem großen Teil in männlicher Hand. Das erklärt natürlich, warum erstens die Politik nichts kapiert, zweitens meint, immer die richtigen Lösungen parat zu haben und drittens davon ausgeht, dass doch alles halb so schlimm ist.
- Frauen sind – und auch das ist wissenschaftlich belegt – anders und vor allem auch stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen als Männer. Das gilt besonders für Frauen in ländlichen Regionen im Süden, die unter Dürre, Feuerholzmangel, Ernteausfällen und Überschwemmungen besonders zu leiden haben. (weiterlesen…)
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