Klima der Gerechtigkeit

Ein klares Bekenntnis der australischen Kohleindustrie: Fuck you!

11. März 2014, von , Comments (0)

Sehr unterhaltsam und ehrlich:

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EU schlägt verantwortungslose Handelsstrategie für Mineralien aus Konfliktgebieten vor

5. März 2014, von , Comments (0)

Die Europäische Kommission hat heute einen lang erwarteten Vorschlag zur Regulierung von sog. Konfliktrohstoffen vorgestellt. NGO Aktivist/innen sind berechtigerweise mehr als verärgert über den schwachen Entwurf, der weit hinter bereits vereinbarten OECD Richtlinien und UN Guidelines zurückbleibt.

Worum geht es? Zitat aus dem Positions- und Hintergrundpapier des AK Rohstoffe der deutschen NGOs:

“Die Europäische Kommission hat unter dem Eindruck des Dodd Frank Act (DFA) in den USA eine eigene Initiative zu Konfliktrohstoffen angekündigt. [...] Die Section 1502 des DFA verpflichtet alle Unternehmen, die an der US-Börse gelistet sind, jährlich an die US Security and Exchange Commission (SEC) zu berichten, ob zur Herstellung oder Funktionalität ihrer Produkte sogenannte Konfliktmineralien entlang der Lieferkette eingesetzt werden. Als „Konfliktmineralien“ werden Tantal, Zinn, Wolfram und deren Derivate sowie Gold bezeichnet, die aus der Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik, Südsudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia oder Angola stammen. Ziel von DFA 1502 ist es nachzuweisen, dass die Rohstoffe, die in einem Produkt eingesetzt werden, nicht zur Finanzierung von bewaffneten Gruppen in der DR Kongo und den Nachbarländern beitragen. Ab 31. Mai 2014 muss jedes an der US-Börse gelistete Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 berichten, ob das Produkt Metalle aus Konfliktrohstoffen enthält.”

Doch was genau schlägt die Kommission jetzt vor und warum ist das nicht genug? (more…)

Expertenkommission fordert Abschaffung des EEG

27. Februar 2014, von , Kommentare (3)

Die Aufgregung ist zu Recht groß: Die von der Bundesregierung 2006 eingerichtete wissenschaftlichen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat ihr Jahresgutachten 2014 vorgelegt (Kurzfassung hier) und kommt zum Schluss:

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eines der zentralen Instrumente der Klima und Energiepolitik in Deutschland. Im europäischen Emissionshandelssystem führt das EEG aber nicht zu mehr Klimaschutz, sondern macht ihn nur teurer. Da das Klimaschutzargument zur Legitimation des EEG ausscheidet, stellt sich die Frage, ob das EEG zumindest Innovationen stimuliert. Empirische Studien zur Innovationswirkung des EEG weisen aber keine messbaren Innovationswirkungen nach. Eine Fortführung des EEG ist nach Ansicht der Expertenkommission daher weder aus Klimaschutzgründen noch durch positive Innovationswirkungen zu rechtfertigen.

Wie bitte? Da werden einem ja die Argumente im Mund verdreht! Also nochmal langsam und der Reihe nach: (more…)

World Ocean Review 3: Aufruf zur Ausbeutung der Rohstoffe aus der Tiefsee

21. Februar 2014, von , Comments (1)

Der World Ocena Review 3 “Rohstoffe aus dem Meer – Chancen und Risiken” des Kieler Exzelllenzculsters “Ozean der Zukunft” befasst sich mit dem Thema Meeresrohstoffe. Was sich erstmal wie eine umfassende Bestandsaufnahme liest, ist eine regelrechtes Plädoyer für die Ausbeutung der Rohstoffe!

In der Zusammenfassung von Kapitel 1 zu “Öl & Gas” heißt es:

“Die Ursachen für den wachsenden Energiehunger sind insbesondere das Bevölkerungswachstum in Asien sowie die fortschreitende Industrialisierung in den Schwellenländern.”

Das ist eine ziemlich einseitige Weltsicht. Zunächst einmal ist es so, dass vor allem die Menschen in den Industriestaaten immer schon und immer noch einen viel höheren pro Kopf Verbrauch hatten. Da holt vor allem China nun mächtig auf. Aber die “Schuldfrage” lässt sich nicht so leicht beantworten!

“Die fossilen Rohstoffe Kohle, Erdöl und Erdgas werden nach Einschätzung von Fachleuten trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien weiterhin den größten Teil der Energie liefern. Während Kohle und Erdgas die Nachfrage noch bis weit über dieses Jahrhundert hinaus decken können, dürfte die Ölproduktion bis 2050 abnehmen.”

Da frage ich mich schon: Welche Fachleite haben die denn gefragt? Das ist ja keine wissenschaftliche, sondern letztlich eine politische Frage. (more…)

Carbon Credit Super Hero I und II

20. Februar 2014, von , Comments (0)

Zwei sehr nette Cartoons von Counter Balance und Re:Common:

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Entscheidendes Jahr für den GCF beginnt mit Vorstandssitzung in Bali

19. Februar 2014, von , Comments (0)

Gastbeitrag von Liane Schalatek, Heinrich-Böll-Stiftung Nordamerika (erschien zuerst auf www.deutscheklimafinanzierung.de)

Als neuer Co-Vorsitzender des Vorstands des Grünen Klimafonds (Green Climate Fund GCF) ist Deutschland dafür verantwortlich, den GCF durch ein entscheidendes Jahr zu lotsen, damit der Fonds seine operationellen Modalitäten zum Abschluss bringen kann und im späteren Verlauf dieses Jahres substanzielle erste Zuwendungen – hoffentlich auch aus Deutschland – in Empfang nehmen kann.

Wenn der GCF-Vorstand vom 19. bis 21. Februar 2014 zu seiner sechsten Sitzung in Bali/Indonesien zusammentritt, wird er von einem neuen Führungsteam geleitet werden. Die Vorstandsmitglieder Manfred Konukiewitz (Deutschland) und Jose Ma. Clemente Sarte Salceda (Philippinen) werden als neue Co-Vorsitzende ihre Fähigkeiten bei der Steuerung des 24-köpfigen Gremiums durch das alles entscheidende Jahr unter Beweis stellen müssen.<0} Die erste der drei Vorstandssitzungen 2014 in Bali ist außerdem die erste, die von der Geschäftsführerin des Fonds Hela Cheikhrouhou und ihrem wachsenden Sekretariatsteam vom neuen Standort des Hauptquartiers in Songdo/Korea aus vorbereitet wurde. Die Sitzung in Bali wird einige Hinweise auf die Austarierung der Arbeitsbeziehung zwischen den Co-Vorsitzenden und der Geschäftsführerin geben sowie darüber, in welchem Ausmaß der Vorstand und seine Co-Vorsitzenden bereit sind, dem unabhängigen und mittlerweile voll funktionsfähigen Sekretariat Entscheidungsbefugnisse und Gestaltungsmöglichkeiten bei den zu bearbeitenden Themen zu übertragen. (more…)

TEEB DE launcht Klimabericht

15. Februar 2014, von , Comments (0)

Es ist vollbracht: Das Team des UFZ in Leipzig um Professor Hansjürgens hat letzte Woche den ersten Bericht des Projekts TEEB DE Naturkapital Deutschland gelauncht: “Naturkapital und Klimapolitik: Synergien und Konflikte“. Aber obwohl er “erfolgreich gelauncht” ist, ist der Bericht noch nicht verfügbar. Lediglich die Kernbotschaften lassen sich online abrufen. Den Kurzbericht als Entwurf gibt es per Anfrage als pdf, die Endfassung des Kurzberichts aber erst ab Ende März sowie die Langfassung Mitte des Jahres. Schade! Denn damit lässt sich zwar insgesamt über den Bericht diskutieren, aber eine Auseinandersetzung mit konkreten Aussagen und Zitaten ist erst in einigen Wochen bzw. Monaten möglich – lange nach dem eigentlichen Launch.

Anliegen des Berichtes ist es, an den Beispielen Landwirtschaft, Moore, Wald, Auen und Küsten (Deichrückverlagerung) zu zeigen, dass Investitionen in Naturkapital sowohl dem Schutz der Biodiversität und Ökosysteme als auch dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel nützen können. Da steht in jedem Fall viel Gutes im Berichtsentwurf und die Leser/innen werden auch bestimmt das eine oder andere Aha-Erlebnis haben, das ihnen der Studienleiter wünscht. Aber die Fragen, die ich an den Bericht und das Gesamtprojekt TEEB (The Economics of Ecosystems and Biodversity) habe, ist: Brauchen wir wirklich Ökonomen, die uns vorrechnen, dass es sich volkswirtschaftlich lohnt, dieses Investitionen zu tätigen, um die richtigen politischen Entscheidungen zu treffen? Und was ist, wenn die Rechnung eben nicht aufgeht – wenn es sich also z.B. im konkreten Fall einmal nicht rechnet, Ökolandbau zu betreiben, einen Naturwald oder ein Moor zu schützen? Entscheiden wir uns dann dagegen? Was überhaupt beeinflusst eine politische und gesellschaftliche solche Entscheidung?

Um darauf zu beantworten, möchte ich aus der aktuellen Broschüre zitieren, die mein Kollege Thomas Fatheuer gerade geschrieben hat (“Die Neue Ökonomie der Natur – eine kritische Einführung“): (more…)

Wall Street, Klimawandel und Welthunger: ein Interview mit Jeremy Grantham

6. Februar 2014, von , Comments (1)

Sehr interessant, was einer der wichtigsten Wall Street Analysten, Jeremy Grantham, der bereits die Internet- und Immobilienblase vorhergesagt hat, zu den aktuellen Entwicklungen an den Rohstoffmärkten, zu Nahrungsmittelpreisen und zum Klimawandel zu sagen hat. Hier ein paar Auszüge aus einem Interview mit dem Wall Street Journal:

  • Phosphor: “[...] the most valuable and the most critical [resource is] phosphate or phosphorous. Phosphorous cannot be made, only placed. It is necessary for all living things. And we are mining it, and it’s depleting. And I like to say, if that doesn’t give you goosebumps, then you’re tougher than me. That is a terrible equation.”
  • Kohle und Teersande: “I wouldn’t own coal, and I wouldn’t own tar sands. It’s hugely expensive to build coal utilities, and the plants they have to build for tar sands are massive, and before they get their money back I suspect that the price of solar and wind will have come down so much.(more…)

Keystone-XL Pipeline nimmt wichtige Hürde

5. Februar 2014, von , Comments (0)

Die Befürworter der geplanten Ölpipeline Keystone-XL, die kanadisches Teersandöl quer durch die USA zum Golf von Mexiko transportieren soll, haben einen wichtigen Zwischensieg errungen. Letzten Freitag veröffentlichte das US State Department einen Umweltverträglichkeitsbericht, der zum Schluss kommt, dass die Auswirkungen der Pipeline auf Umwelt und Klima minimal sein würden. Obama wiederum hat angekündigt dem Bau zuzustimmen, sollte sich herausstellen, dass Keystone-XL nicht zu weit höheren CO2-Ausstößen führen würde. Eine Entscheidung ist die Veröffentlichung des Reports letzte Woche dennoch nicht. Der Ausgang ist nach wie vor offen.

Das Betreiberunternehmen Transcanada hat den Bericht verständlicherweise begrüßt: ”What this report shows is that Keystone XL is not about energy versus the environment; it’s about where Americans want to get the oil they need to keep U.S. refineries full and producing products we all rely on every day.”

Die amerikanische Umweltbewegung hat landesweit Protestaktionen organisiert – schöne Bilder davon gibt es hier. Und einen Auflistung von Fakten, die der Bericht der Regierung verschweigt gibt es hier.

International Resource Panel legt neuen Bericht zur Globalen Landnutzung vor

24. Januar 2014, von , Comments (1)

Das International Resource Panel von UNEP hat heute seinen neuen Report “Assessing Global Land Use” vorgelegt (full report, summary, factsheet), der ein paar überraschende und besorgniserregende Aussagen, aber auch Hoffnung macht. Untersucht hat das Panel unter Leitung von Stefan Bringezu die Frage, wie sich die Nachfrage nach Land für unterschiedliche Bedürfnisse – Nahrungsmittelproduktion, Bioenergie, Biomasse – entwickeln wird.

Sie kommen zum Schluss, dass wir nach konservativen Schätzungen und Kombination aller relevanten Studien damit rechnen müssen, dass sich die Agrarflächen bis 2050 weltweit um 20 bis 55 % ausdehnen müssten, wenn wir die gesamte Nachfrage bedienen wollen. Das aber – so das Panel – sei ein klares Überschreiten der Planetarischen Grenzen und führe zu Hunger, Bodendegradation, Biodiversitätsverlust usw.

Es sei aber möglich, die Ausdehnung auf 8 bis 37 % (was ja noch eine ziemliche Spannweite ist!) zu reduzieren, wenn wir bestimmte politische Maßnahmen umsetzen. (more…)

Jetzt Petition unterzeichnen!

degrowth conference Leipzig 2014

Fleischatlas 2014

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